Apple droht erneut Ärger von EU-Kommission

Apple droht seitens der EU wieder Ungemach (Bild: Wikipedia/CCO)

Die EU-Kommission nimmt den US-Konzern Apple wegen möglicher Wettbewerbsverzerrungen ins Visier: Wie die Brüsseler Behörde mitteilte, hat sie eine kartellrechtliche Untersuchung wegen der Bedingungen des Zahlungsprogramms Apple Pay gestartet. In einem zweiten Verfahren will sie den Vorwurf des Musikdienstes Spotify überprüfen, wonach Apple im App-Store überhöhte Provisionen verlangt.

New York City und Airbnb legen Rechtsstreit um Nutzerdaten bei

Airbnb kann Rechtsstreit mit New York beilegen (Bild: pixabay)

Die Stadt New York und der Apartmentvermittler Airbnb haben sich in ihrem langwierigen Rechtsstreit um die Offenlegung von Nutzerdaten auf einen Vergleich geeinigt. Der Kompromiss sehe vor, dass Airbnb den Behörden künftig im Vierteljahrestakt Einblick gewährt, teilte das Büro von New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio mit. Airbnb hatte gegen ein 2018 erlassenes Gesetz geklagt, dass Vermittlungsplattformen zwingen sollte, diese Daten monatlich an die Aufseher zu übermitteln.

Swico zeigt sich enttäuscht über das Uber-Urteil

Kritisiert das Urteil gegen Uber Eats: Swico-Geschäftsführerin Judith Bellaiche (Bild: zVg)

Das Genfer Verwaltungsgericht hat gemäss dem SRF-Konsumentenmagazin Espresso entschieden, den Essenskurier Uber Eat als Personalverleiher einzustufen. Einmal mehr seien damit überholte Schemata auf neue Arbeitsmodelle angewandt worden, statt der veränderten Arbeitswelt Rechnung zu tragen, teilt der ICT-Branchenverband Swico dazu in einer Stellungnahme mit.

Wirecard will in Ermittlungsverfahren mit Staatsanwälten kooperieren

Wirecard-Hauptsitz in Aschheim bei München (Bild: zVg)

Der wegen Verdachts der Falschinformation von Anlegern ins Visier der Münchner Staatsanwaltschaft geratene Dax-Konzern Wirecard will mit den Ermittlern kooperieren. Alle von den Behörden im Rahmen der Durchsuchung angeforderten Daten würden kurzfristig bereitgestellt, heisst es in einer aktuellen Stellungnahme, die das Unternehmen auf seiner Webseite veröffentlicht hat. Weitere öffentliche Erklärungen wollen Vorstand und Aufsichtsrat nicht abgeben, da es sich um ein laufendes Verfahren handele.

Polizei nimmt Firmenzentrale von Wirecard auseinander

Wirecard-Hauptsitz in Aschheim bei München (Bild: zVg)

Die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat den gesamten Wirecard-Vorstand rund um den aus Österreich stammenden Firmenchef Markus Braun wegen des Verdachts auf Marktmanipulation angezeigt. Medienberichten zufolge durchsuchten die Staatsanwaltschaft München I und die Polizei am Freitag die Firmenzentrale des Zahlungsdienstleisters im Münchener Vorort Aschheim. Dabei geht es um den Verdacht auf Marktmanipulation im Vorfeld der Veröffentlichung eines Sonderprüfberichts von KPMG.

Microsoft geht gegen Berliner Datenschutzbeauftragte vor

Mahnt Berliner Datenschutzbeauftragte ab: Microsoft (Foto: Karlheinz Pichler)

Üblicherweise sind es Datenschützer, die Kritik an Softwarekonzernen üben, um sie zur Änderung ihres Verhaltens zu bringen. Nun aber geht Microsoft gegen solche Kritik vor – und zwar auf dem Rechtsweg: Die Anwälte von Microsoft haben eine Abmahnung gegen die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Maja Smoltczyk, verschickt. Diese betreibe "erhebliche" Rufschädigung gegen den Softwarekonzern und füge ihm so auch kommerziellen Schaden zu, heisst es darin.

Sunrise reicht Klage gegen Swisscom ein und fordert 350 Millionen Franken

Sunrise verklagt Swisscom (Foto: Karlheinz Pichler)

Sunrise und Swisscom befinden sich weiter auf Konfrontationskurs. Der zweitgrösste Telekom-Anbieter der Schweiz verklagt aktuell den Marktführer beim Handelsgericht in Bern auf Schadenersatz in der Höhe von 350 Millionen Franken zuzüglich Zinsen. Konkret wirft Sunrise der Swisscom vor, von 2001 bis 2007 ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht und durch die Preispolitik bei ADSL-Diensten den Wettbewerb rechtswidrig behindert zu haben.

Nächster Schlag für Wirecard: Gericht stellt Strafverfahren gegen Fraser Perring ein

Wirecard-Hauptsitz in Aschheim bei München (Bild: zVg)

Im Strafverfahren um Manipulation der Wirecard-Aktien will die Justiz einen weiteren Investor gegen eine Geldauflage vom Haken lassen. Das Amtsgericht München plant mit Zustimmung von Staatsanwaltschaft und Verteidigung, das Verfahren gegen den britischen Leerverkäufer und Börsenbrief-Herausgeber Fraser Perring als minderschweren Fall einzustellen. Voraussetzung sei, dass Perring einen niedrigen fünfstelligen Euro-Betrag an gemeinnützige Einrichtungen zahle. Ob Perring einer entsprechenden Empfehlung seines Verteidigers folge, sei dem Gericht bisher nicht bekannt.

Uber streicht 3.700 Jobs und wird geklagt – wegen des Status der Fahrer

Der US- Fahrdienstvermittler Uber gibt in einer Börsen-Mitteilung bekannt, wegen der Coronavirus-Pandemie 3.700 Stellen in den Bereichen Kundendienst und Rekrutierung weltweit zu streichen. Das sind rund 14 Prozent der Belegschaft, in der allerdings die Fahrer nicht mitgezählt werden, weshalb jetzt eine Klage anhängig ist. Als Geste der Solidarität verzichtet Konzernchef Dara Khosrowshahi bis zum Ende des Jahres auf sein Grundehalt.

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