US-Justizministerium büsst Ericsson wegen Korruption

Ericsson muss für Strafzahlungen tief in die Tasche greifen (Logo: Ericsson)

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson hat sich mit US-Behörden auf hohe Strafzahlungen zur Beilegung eines Korruptionsverfahrens geeinigt. Das Unternehmen zahle im Rahmen des Vergleichs über eine Milliarde Dollar wegen Verstössen gegen Anti-Korruptionsgesetze, teilte das Justizministerium in Washington mit. Gegen Ericsson war wegen fragwürdiger Geschäftspraktiken in China und fünf weiteren Ländern in früheren Jahren ermittelt worden. Der Konzern hatte bereits mit einer hohen Strafe gerechnet und entsprechende Rückstellungen gebildet.

Amazon könnte wegen markenrechtlicher Verstösse belangt werden

Amazon droht eine Verurteilung wegen Markenverstöösen (Bild: ictk)

Dem US-amerikanischen Online-Versandhandelsriese Amazon droht wieder einmal juristisches Ungemach. Der Konzern mit Hauptsitz in Seattle könnte künftig verstärkt für Markenrechtsverletzungen von Partnern zur Verantwortung gezogen werden. Ein Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vertritt nämlich in einem Gutachten die Auffassung, dass ein Unternehmen nach EU-Recht nicht von der Haftung befreit ist, wenn es aktiv am Vertrieb von Waren beteiligt ist.

Münchner Landgericht weist Klage von Elliott gegen Vodafone ab

Klage von Elliott gegen Vodafone in Deutschland abgeschmettert (Bild: Fotolia/Arahan)

Der Mobilfunkanbieter Vodafone muss ehemaligen Kabel-Deutschland-Aktionären keine höhere Abfindung für ihre Anteile an dem 2014 übernommenen Unternehmen zahlen. Das Münchner Landgericht wies am gestrigen Mittwoch eine entsprechende Klage des US-Hedgefonds Elliott ab, der eine höhere Abfindung für seine Kabel-Deutschland-Aktien erstreiten wollte.

Amazon zieht wegen Vergabe von Pentagon-Auftrag an Microsoft Klage vor Gericht

Reicht Klage ein: Amazon (Bild: Unsplash/ Christian Wiediger)

Der Online-Versandhandelsriese und Cloud-Anbieter Amazon hat jetzt definitiv Klage gegen die Entscheidung des US-Verteidigungsministeriums eingereicht, einen mit bis zu zehn Milliarden Dollar schweren Auftrag an den Konkurrenten Microsoft zu vergeben. Amazon hatte als Favorit in dem Vergabeverfahren gegolten, bis Microsoft zum Überraschungssieger erklärt wurde. Amazon sprach daraufhin von politischer Einflussnahme.

Bilanzfälschung-Vorwürfe will Wirecard nun extern überprüfen lassen

Wirecard-Hauptsitz in Aschheim bei München (Bild: zVg)

Der stark in die Kritik geratene Zahlungsdienstleister Wirecard will Vorwürfe rund um seine Bilanzierungspraktiken mit einer Sonderprüfung ausräumen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich entschlossen, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG mit einer unabhängigen Untersuchung zu beauftragen, wie der DAX-Konzern mitteilte. Damit sollen den Angaben zufolge alle Vorwürfe, die von der britischen Zeitung "Financial Times" ("FT") aufgebracht wurden, umfassend und unabhängig aufgeklärt werden. Die Wirecard-Aktie reagierte vorbörslich mit deutlichen Gewinnen.

Britische Kartellwächter nehmen den Einstieg Amazons bei Deliveroo unter die Lupe

Deliveroo Zusteller in London (Bild: Wikipedia/ Monsieur J./ CC)

Die britischen Wettbewerbshüter nehmen den Einstieg des US-Online-Händlers Amazon beim britischen Essenslieferdienst Deliveroo genauer unter die Lupe. Wie die Behörde CMA mitteilte, wurde eine formelle Untersuchung des Deals eingeleitet. Amazon hatte im Mai eine 575 Mio. Dollar (572 Mio. Franken) schwere Finanzierungsrunde angeführt.

Nokia vergibt Lizenzen auf seinen Markennamen

Der Markenname Nokia soll künftig auf vielen CE-Geräten darauf stehen (Logo: Nokia)

Die Marke Nokia soll in Zukunft bei vielen neuen Geräten im Bereich der Verbraucherelektronik auftauchen. Verantwortlich dafür sind neue Verträge, über welche die Firma dem Partner Global Icons Europe die Rechte eingeräumt werden, um den Namen an Dritte zu verkaufen. Das berichtet die Plattform "Winfuture". Nachdem die Handysparte von Nokia – damals um immerhin mehr als sieben Milliarden US-Dollar – an Microsoft verkauft wurde, fokussierte das Unternehmen sich vorwiegend auf seine Rolle als Netzwerkausrüster.

Ericsson mit Milliarden-Busse im US-Korruptionsverfahren

Hohe Busse: Ericsson (Logo: Ericsson)

Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson muss wegen der Beilegung eines US-Korruptionsverfahrens zwölf Milliarden schwedische Kronen (1,1 Milliarden Euro) zurückstellen. Man rechne mit einer Strafzahlung von rund einer Milliarde Dollar, um US-Untersuchungen über fehlerhafte Geschäftspraktiken in China und fünf weiteren Ländern beizulegen, teilte Ericsson mit. Dazu kommen weitere Kosten.

"Project Voldemort": Snap belastet Facebook

nstagram: massive Vorwürfe von Snapchat (Foto: pixabay.com, Webster2703)

Der Social-Media-Konzern Snap hat ein Dossier über unlautere Wettbewerbspraktiken von Facebook erstellt. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, soll der Snapchat-Besitzer das nach dem Harry-Potter-Bösewicht benannte "Project Voldemort"-Dossier der US-Handelsregulierungsbehörde Federal Trade Commission (FTC) vorlegen wollen.

Wirecard muss Millionen-Busse wegen Formfehlern berappen

Bild: Wirecard

Der Zahlungsabwickler Wirecard muss wegen formaler Versäumnisse eine millionenschwere Geldstrafe zahlen. Die Wertpapieraufsicht Bafin verhängte schon im April Strafen über 1,52 Millionen Euro gegen Wirecard. Das inzwischen im Leitindex Dax gelistete Unternehmen habe der Öffentlichkeit den Halbjahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2018 teilweise nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellt und damit gegen die Vorschriften im Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verstossen, teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) mit.

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