Kooperationen mit Chipproduzenten sichern BMW Millionen von Speicherchips zusätzlich

Kooperiert eng mit Chip-Herstellern: BMW (Bild: Kapi)

BMW sichert sich einen längerfristigen Zugang zu Mikrochips. Der Autokonzern hat mit dem Münchener Halbleiterhersteller Inova Semiconductors und dem US-Chipproduzenten Globalfoundries eine Partnerschaft abgeschlossen und bekommt von ihnen jährlich mehrere Millionen Speicherchips geliefert, wie BMW mitteilte. Das erhöhe die Planungssicherheit und Transparenz über die benötigten Mengen und sichere den Bedarf nachhaltig, sagte Vorstandsmitglied Andreas Wendt.

Autonomes Fahren: BMW setzt auf Speicherchips von Qualcomm

Bild: Kapi

Vor dem Hintergrund der weltweiten Halbleiterknappheit hat der deutsche Autobauer BMW in Qualcomm einen neuen Partner für Speicherchips für seine nächste Generation autonomer Autos gefunden. "BMW hat sich für Qualcomm als Technologiepartner entschieden, da das Unternehmen über ein breites und tiefes Portfolio sowie über bewährtes Know-how bei Computern, Konnektivität, Computer Vision, fortschrittlichen Halbleitern und Fahrerassistenztechnologien verfügt", konstatierte Nicolai Martin, Vizepräsident des Bereichs Driving Experience bei BMW.

Auch BMW verkauft wegen Chipengpässen weniger Autos

Auch BMW verkauft weniger Autos (Foto: Karlheinz Pichler)

Zwar hat der bayrische Autokonzern BMW die Knappheit bei Halbleitern im dritten Quartal besser verkraften können als der Konkurrent Mercedes-Benz, aber dennoch verkauften die Münchner Autobauer von Juli bis Ende September um 12 Prozent weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Konkret konnte BMW hinsichtlich aller drei Konzernmarken insgesamt 593'000 Fahrzeuge absetzen. Zum Vergleich: Mercedes-Benz lag im drittel Quartal 30 Prozent unter Vorjahr.

Auch BMW-Motorenwerk Steyr muss wegen Chipmangel Kurzarbeit anmelden

Industriegebiet Steyr: Blick auf das BMW-Werk und das SKF Walzlagerwerk (© Christoph Waghubinger/ CC BY-SA 3.0 at)

Aufgrund der Engpässe bei Halbleiterkomponenten muss nun auch das BMW-Motorenwerk im oberösterreichischen Steyr 800 Mitarbeitende in die Kurzarbeit schicken. Zwei Montagebänder seien betroffen, heisst es. Jedoch stehe die Produktion nicht gänzlich still, betont das Management des Werkes.

Mangel an Elektronikchips bremst BMW-Produktion in Dingolfing ein

Logofoto: Karlheinz Pichler

Auch der bayrische Autohersteller BMW bekommt den Chipmangel drastisch zu spüren. Weil nicht genug Elektronikprozessoren verfügbar sind, muss BMW nun die Autoproduktion in seinem grössten europäischen Werk Dingolfing zurückfahren. Ab kommendem Montag werde eine Woche lang nur eine Schicht gefahren statt bisher zwei Schichten, gab eine Konzernsprecherin bekannt.

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