US-Fluggesellschaften warnen vor Krise bei 5G-Einführung

5G: Fluggesellschaften warnen vor 5G-Einführung (Bild:Pixabay)

US-Fluggesellschaften und Frachtflieger haben vor einer katastrophalen Krise in der Luftfahrtbranche durch die Einführung neuer 5G-Mobilfunkdienste gewarnt. Der ab heute geplante Einsatz des C-Band genannten Frequenzbereiches in den USA könnte viele Maschinen unbenützbar machen und dazu führen, dass hunderttausende Amerikaner im Ausland strandeten und ein Chaos entstehe, hiess es in einem Schreiben mehrerer Konzerne.

Verizon und AT&T gegen Verschiebung von 5G-Einführung in den USA

Verizon ist wie AT&T gegen die Verschiebung der 5G-Einführung (Bild: Verizon)

Die beiden US-Mobilfunker AT&T und Verizon wollen trotz der Bedenken hinsichtlich der Flugsicherheit am Zeitplan für die Einführung neuer 5G-Dienste festhalten. Sie lehnten grössere Einschränkungen bei der vorgesehenen Nutzung des C-Band genannten Frequenzbereiches ab, hiess es in einem Schreiben der beiden Konzerne. Sie seien allerdings bereit, auf 5G rund um Flughäfen weitere sechs Monate zu verzichten.

Start von 5G in den USA wegen Bedenken der Luftfahrtindustrie erneut verschoben

Start von 5G in den USA erneut verschoben (Bild:iStock)

In den USA ist der Start des neuen, schnelleren 5G-Netzwerks für mobiles Internet erneut verschoben worden. Verkehrsminister Pete Buttigieg und der Präsident der Luftfahrtbehörde FAA, Steve Dickson, forderten einen zweiwöchigen Aufschub von den Netzbetreibern AT&T und Verizon. Hintergrund sind Sorgen der Luftfahrtindustrie, dass der neue Standard mit Funkhöhenmessgeräten von Flugzeugen interferieren könnte.

Boeing und Airbus äussern Sicherheitsbedenken gegen 5G-Einführung in den USA

5G in USA: Boeing und Airbus haben Bedenken (Bild:Adobe Stock)

In dem Streit um die Sicherheit von 5G in der Luftfahrtindustrie melden sich die beiden grössten Flugzeughersteller zu Wort: Der Vorstandsvorsitzende von Boeing, Dave Calhoun, und der Vorstandsvorsitzende von Airbus, Jeffrey Knittel, forderten die US-Regierung auf, die geplante Einführung von 5G-Mobilfunk im C-Band-Spektrum von AT&T und Verizon am 5. Januar wegen Sicherheitsbedenken zu verschieben.

Deutschland: 1&1 Versatel partnert bei 5G-Ausbau mit regionalen Netzbetreibern

5G: 1&1 Versatel partnert mit lokalen Anbietern (Bild: Pixabay/ Mohamed Hassan)

Ein Neueinsteiger auf dem Mobilfunkmarkt schraubt weiter an seiner Infrastruktur: 1&1 Versatel hat sich mit dem Bundesverband Glasfaser (Buglas) und dessen Mitgliedsunternehmen auf einen Rahmenvertrag für die die Anbindung von 5G-Mobilfunkmasten mit Glasfaserleitungen verständigt. Im Rahmen dieser Kooperation können regionale Netzbetreiber nun die Anbindung von Mobilfunkstandorten von 1&1 zu festgelegten und transparenten Bedingungen vereinbaren.

5G bis Ende des Jahres bereits für zwei Milliarden Menschen verfügbar

Keine Mobilfunktechnik hat sich so rasch durchgesetzt wie 5G (Bild: Pixabay/ Mohamed Hassan)

Bislang konnte sich noch keine Mobilfunktechnik so rasch am Markt durchsetzen wie 5G. Das geht aus dem aktuellen Ericsson Mobility Report hervor. Gemäss der Studie wird der superschnelle 5G-Mobilfunk bis Ende des Jahres bereits von mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit genutzt werden, die über einen 5G-Vertrag verfügen. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Verdoppelung.

5G soll bei Porsche Produktion beschleunigen

Testet ab sofort 5G-Netz in der Produktion: Porsche (Bild: Pixabay/Rojournalist)

Porsche testet ab sofort am Leipziger Standort ein 5G-Netz in der Produktion. Es handele sich um das erste Forschungsnetz mit dem neuesten Mobilfunkstandard in einer Porsche-Produktionsumgebung, teilte der Konzern mit. Es soll die sichere Übertragung von Signalen in Echtzeit ermöglichen. Dafür ging der Autohersteller eine Kooperation mit dem schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson ein. Das 5G-Netz funktioniert den Angaben zufolge über ein privates Frequenzspektrum, basiert jedoch auf derselben Technik wie bei kommerziellen Netzen.

Deutschland: Vodafone lanciert "5G-Standalone"

Symbolbild:Flickr

Vodafone will sein 5G-Mobilfunknetz in Deutschland flächendeckend auf die nächste Entwicklungsstufe umstellen, die ohne die Vorgängertechnik LTE auskommt. Das kündigte das Unternehmen in Düsseldorf an. Dabei sollen sämtliche 5G-Antennen und das Kernnetz auf "5G-Standalone" migriert werden. Die neue Technik verringert die Daten-Laufzeiten (Latenz) spürbar und ermöglicht beispielsweise die Steuerung von Maschinen in Echtzeit.

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