Italiens Industrieminister sieht keinen Ausschlussgrund für Huawei bei 5G

Italiens Industrieminister Stefano Patuanelli sieht trotz US-Warnungen keinen Grund, den umstrittenen chinesischen Telekomkonzern Huawei beim Aufbau des künftigen 5G-Netzwerks des Landes auszuschliessen. Er könne bei entsprechenden Schutzvorrichtungen keine Sicherheitsbedenken erkennen, sagte der Minister der Zeitung "La Stampa" am Sonntag. Ausserdem biete Huawei die besten Lösungen zu den besten Preisen, so Patuanelli, der der Fünf-Sterne-Bewegung angehört.

Swisscom erreicht 90 Prozent-Abdeckung mit 5G-Basisversion

Symbolbild: Pixabay/ Mohamed Hassan

Die Swisscom hat ihr Ziel einer Abdeckung von 90 Prozent der Bevölkerung mit der neuen Mobilfunkgeneration 5G per Jahresende erreicht. Das ist allerdings erst die langsamere Basisversion von 5G, für die es noch keine Handys gibt. Die ersten Geräte, welche diese Basisversion nutzen können, kommen 2020 in die Läden, das Netz sei dann bereit, sagte Swisscom-Chef Urs Schaeppi in einem Interview auf der Homepage der Firma. Die Abdeckung mit der Vollversion von 5G, welche erst die wirklichen Spitzengeschwindigkeiten ermöglicht, nannte Schaeppi indes nicht.

Auch Grönland verbannt Huawei vom 5G-Netzausbau

Grönland hat sich beim Aufbau seines 5G-Mobilfunknetzes für den schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson und gegen den chinesischen Hersteller Huawei entschieden. Das teilte der staatliche Telekommunikationsanbieter Tele Greenland mit. "5G kommt nach Grönland, aber es wurde noch kein Termin dafür festgelegt. Wir sehen Huawei nicht als möglichen Lieferanten des 5G-Netzes von Tele Greenland", sagte Chef Kristian Reinert Davidsen dem Sender KNR.

Salt ebenfalls mit 5G-Ausbau gestartet

Symbolbild: Shutterstock

Bei der Nummer drei am Schweizere Telekommarkt, Salt, ist Monate nach Sunrise und Swisscom nun ebenfalls der Startschuss zum Ausbau der neuen Mobilfunkgeneration 5G gefallen. Gemäss Salt-Chef Pascal Grieder habe man bewusst später angefangen. Die ersten 5G-Antennen seien in der zweiten Hälfte dieses Jahres in Betrieb genommen worden.

Fraunhofer IPT und Ericsson lancieren grösstes europäisches 5G-Industrieprojekt

Symbolbild: Adobe Stock

Das grösste industrielle Forschungsnetz für die fünfte Mobilfunkgeneration 5G in Europa entsteht auf einem Campus in Aachen. Gemeinsam mit Projektpartnern sollen dort unter der Leitung des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnologie (IPT) künftig Anwendungen und Lösungen für die vernetzte Produktion über den neuen Mobilfunkstandard entwickelt und erprobt werden. Das Projekt werde für die nächsten drei Jahre vom deutschen Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit 6,2 Millionen Euro unterstützt, teilte das Fraunhofer-Institut mit.

5G: Konsumenten hoffen auf sozialere Welt

Mit 5G erhoffen sich die Anwender virtuelle Reisen rund um die Welt (Symbolbild: Fotolia)

Verbraucher hoffen angesichts der künftigen Verbreitung der 5G-Technologie auf eine sozial vernetztere, kommunikativere Welt. Vor allem erwarten sich viele Menschen von der fünften Mobilfunkgeneration die Aufhebung von Sprachbarrieren und mehr Interaktion mit anderen Menschen in Echtzeit. Das ergibt eine Umfrage des britischen Maktforschungsinstituts The National Research Group.

Huawei soll weiterhin 5G-Partner von Telefonica Deutschland bleiben

Der Mobilfunkanbieter Telefonica Deutschland wird beim Aufbau des 5G-Netzes neben Nokia auch an dem umstrittenen chinesischen Ausrüster Huawei festhalten. Beide Firmen sollen zu gleichen Teilen die Mobilfunkstandorte mit 5G-Antennentechnik ausrüsten, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Konzernchef Markus Haas stellte die Zusammenarbeit allerdings unter den Vorbehalt einer erfolgreichen Sicherheits-Zertifizierung der Technologie und der Unternehmen.

Deutsche Telekom fordert Klarheit um Einsatz von Huawei-Technik

Fordert Klarheit in Sachen Huawei: Deutsche Telekom (Bild: DT)

Die Deutsche Telekom will keine neuen Verträge zur Ausrüstung der superschnellen 5G-Netze mehr abschliessen, bis es Klarheit um den Einsatz von Technik des chinesischen Huawei-Konzerns gibt. Angesichts der unklaren politischen Lage gehe sie aktuell keine Verträge zu 5G ein, teilte ein Sprecher mit. Derzeit würden die Hersteller darüber informiert. Die Deutsche Telekom setze aus Sicherheitsgründen immer auf mehrere Hersteller.

Schanghai: 5G-Mobilfunk bei 500 km/h realisiert

Symbolbild: Shutterstock

An Bord der von deutschen Unternehmen gebauten Magnetschwebebahn Transrapid, die Schanghais Flughafen mit der Stadt verbindet, lässt sich jetzt das schnellste Mobilfunknetz der Welt nutzen, zumindest versuchsweise. 5G bietet die Möglichkeit, gigantische Datenmengen in kürzester Zeit zu übertragen, bis zu zehn Gigabit pro Sekunde. Das bedeutet, dass sich ein kompletter Spielfilm in weniger als zehn Sekunden herunterladen lässt.

Ericsson mit genügend Kapazität, 5G-Netz in Europa allein hochzuziehen

Foto: Karlheinz Pichler

In Anbetracht dessen, dass Huawei in Bezug auf die Realisierung des 5G-Netzes ausser in den Vereinigten Staaten auch in Europa immer mehr Gegenwind erfährt, hat nun Ericsson darauf hingewiesen, über genügend Kapazitäten zu verfügen, um die benötigten 5G-Funkeinheiten einzurichten und die Netze für die fünfte Mobilfunkgeneration aufzubauen.

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