5G-Ausbau: Chefs von Swisscom, Sunrise UPC und Salt fordern mehr Unterstützung von der Politik

5G-Antennen: Stau beim weiteren Ausbau (Symbolbild:Archiv)

Die Unmenge an Einsprachen gegen neue 5G-Mobilfunkantennen stellt die Schweizer Telekomkonzerne vor grosse Herausforderungen beim Netzausbau. Nun rufen die Chefs von Swisscom, Sunrise UPC und Salt die Politik zu mehr Unterstützung in dieser Sache auf. Andernfalls drohe der Eidgenossenschaft im Mobilfunk ein Stau.

Bundet richtet Info-Plattform zum 5G-Ausbau ein

Spaltet das Volk: 5G-Ausbau (Bild: Pixabay)

Der schnelle Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes spaltet das Volk. Gemäss einer Mitte Mai durchgeführten Umfrage des Online-Vergleichsdienstes Comparis befürworten 42,5 Prozent der schweizerischen Bevölkerung den vom Bundesrat vorgeschlagenen raschen Ausbau. 41,7 Prozent der Befragten hingegen lehnen dies ab. Nun hat der Bund eine entsprechende Informationsplattform lanciert.

Universitätsklinik Düsseldorf testet Medikamentenlieferung per Drohne

Drohnen sollen Medikamente zustellen (Symbolbild: Pixabay/Free Photos)

Die Universitätsklinik Düsseldorf testet in Kooperation mit dem Telekomunternehmen Vodafone seit Anfang Mai Drohnenflüge für den Medikamententransport und transportiert Nährstoff-Lösungen für Frühchen. In ersten Tests soll die eingesetzte Drohne innerhalb von 40 Sekunden 450 Meter zurückgelegt haben und konnte mitsamt einem angehängten Paket auf dem Dach der Kinderklinik landen.

5G-Netzausbau spaltet Schweizer Bevölkerung

Spaltet die Bevölkerung: 5G (Bild: AdobeStock)

Das Thema 5G polarisiert in der Schweiz. Der Bund strebt einen raschen Ausbau des Mobilfunknetzes mit dem Standard der 5. Generation an. Dazu sollen 7’500 so genannte "adaptive Antennen" aufgestellt werden. Das hat er in seinem Bericht im April 2022 festgehalten. Adaptive Antennen fokussieren die Strahlung dorthin, wo sich das verbundene Mobiltelefon befindet. Dadurch liegt die Strahlenbelastung in ihrer Umgebung im Durchschnitt tiefer als bei konventionellen Antennen.

Nokia dank hoher 5G-Nachfrage mit satten Gewinnen

Fährt hohe Gewinne ein: Nokia (Bild: Nokia)

Die starke Nachfrage nach 5G-Technik hat den Gewinn des finnischen Telekomausrüster Nokia angeschoben. Der bereinigte Betriebsgewinn stieg im ersten Quartal auf 583 (Vorjahr 551) Millionen Euro, wie Nokia mitteilte. Analysten hatten 513 Millionen Euro prognostiziert. Der Nettoumsatz kletterte um fünf Prozent auf 5,35 Milliarden Euro und lag damit ebenfalls über den Markt-Schätzungen.

5G und Glasfaser sollen Schweiz in Richtung Hochbreitband-Gesellschaft voranbringen

5G als Enabler (Symbolbild: Pixabay/ADMC)

Dichte und leistungsfähige Netze mit adaptiven Mobilfunkantennen für 5G, in Kombination mit einem gezielten Glasfaserausbau, sollen die Schweiz auf dem Weg in Richtung Hochbreitband-Gesellschaft voranbringen. Zugleich seien die Voraussetzungen gegeben, um die Bevölkerung wirksam vor der Strahlung durch Antennen zu schützen. Zu diesen Schlüssen kommt ein Bericht, den der Bundesrat an seiner heutigen Sitzung verabschiedet hat. Von einem Aufbau eines einheitlichen Mobilfunknetzes rät er aufgrund erheblicher rechtlicher und ökonomischer Risiken ab.

5G kann in der Schweiz an Popularität zulegen

5G-Skepsis ist in der Schweiz gesunken (Symbolbild: Pixabay/ Mohamed Hassan)

Zwar ist die 5G-Technologie in der Schweiz noch immer umstritten, hat aber innerhalb von zwei Jahren deutlich an Popularität zugelegt. Konkret gaben 2022 49 Prozent der Befragten an, "unbedingt" oder "eher" für diese neue Technologie zu sein, in 2020 waren es erst 35 Prozent. Eine ablehnende Haltung haben jetzt nur noch 27 Prozent, gegenüber 44 Prozent vor zwei Jahren. Ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung (24 Prozent) hat sich jedoch nach wie vor keine Meinung gebildet.

Kantone können 5G-Antennen wieder vereinfacht bewilligen

Bild:Archiv

Die schweizerischen Kantone lassen die Bewilligungen für den Ausbau von konventionellen Mobilfunkantennen für die 5G-Technologie wieder vereinfacht zu. Die Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz (BPUK) reagiert damit auf die an 1. Januar in Kraft getretene Anpassung der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) durch den Bundesrat.

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