Für designierten neuen Bosch-Chef dauert Chipkrise auch 2022 an

Sieht Chip-Lieferengässe prolongiert: Der neue Bosch-Boss Stefan Hartung (© Dietrich Kuhlgatz/ CC BY-SA 4.0)

Stefan Hartung, aktuell bei Bosch noch Vorsitzender des Unternehmensbereichs Kraftfahrzeugtechnik und ab 1. Januar als Nachfolger von Volkmar Denner Gesamtchef des grössten Autozulieferers der Welt, rechnet noch längere Zeit mit einem Mangel an Halbleitern. "Man muss es klar sagen: Die Chipkrise ist nicht vorbei", betonte der 1966 in Dortmund geborene Hartung gegenüber dem deutschen Nachrichtenmagazin "Focus".

Mercedes schickt Mitarbeitende wegen Chipmangel in vorgezogene Weihnachtspause

 Symbolbild: Kapi

Der deutsche Autoriese Mercedes-Benz zieht wegen des Mangels an Halbleitern in seinen Werken Bremen und Kecskemet bei Budapest die betriebliche Weihnachtspause vor. Laut Mitteilung soll die Produktion in Bremen am 10. Jänner wieder aufgenommen werden, in einzelnen Bereichen sogar früher, berichtete eine Unternehmenssprecherin. In Kecskemet werde die Fertigung ebenfalls in der zweiten Jänner-Woche wieder starten. Die Pausen würden unter anderem für Wartungsarbeiten genutzt, heisst es.

Chipmangel: Conti buchstabiert Prognose zurück

Das Continental-Verwaltungsgebäude in Korbach (Bild:GLSystem/CC BY-SA 3.0)

Aufgrund der Lieferengpässe bei Prozessoren in der Autoindustrie buchstabiert der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental die Aussichten nach dem dritten Quartal wie erwartet noch einmal nach unten. Conti-Chef Nikolai Setzer rechnet wegen den schwächelnden Autoherstellern in diesem Jahr nur noch mit 32,5 bis 33,5 Milliarden Euro Umsatz. Bisher stand jeweils eine Milliarden Euro mehr auf dem Plan.

PC-Verkäufe durch Chip-Mangel eingebremst

Symbolbild: Pixabay/Colinoob

Der globale Chipmangel und die Logistikprobleme, die der Corona-Krise geschuldet sind, haben Marktforschern zufolge auf die PC-Verkäufe gedrückt. Wie das Marktforschungs- und Beratungshaus Gartner festgestellt hat, gab es zuletzt Wachstum im Geschäft mit Firmenkunden vor allem bei Tischrechnern, weil die Notebook-Verkäufe unter den Chip-Engpässen litten.

Skoda muss Produktion wegen Chip-Engpässen herunterfahren

Logobild: Pixabay

Die tschechische Tochter des deutschen Volkswagenkonzerns, Skoda, muss ihre Produktion vom 18. Oktober an bis zum Jahresende deutlich reduzieren oder sogar ganz stoppen. Grund seien die weltweiten Chip-Lieferengpässe, liess Firmensprecher Tomas Kotera in Mlada Boleslav verlauten. Man habe eine grosse Zahl an Fahrzeugen eingelagert, die auf Chips warteten.

Auch BMW verkauft wegen Chipengpässen weniger Autos

Auch BMW verkauft weniger Autos (Foto: Karlheinz Pichler)

Zwar hat der bayrische Autokonzern BMW die Knappheit bei Halbleitern im dritten Quartal besser verkraften können als der Konkurrent Mercedes-Benz, aber dennoch verkauften die Münchner Autobauer von Juli bis Ende September um 12 Prozent weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Konkret konnte BMW hinsichtlich aller drei Konzernmarken insgesamt 593'000 Fahrzeuge absetzen. Zum Vergleich: Mercedes-Benz lag im drittel Quartal 30 Prozent unter Vorjahr.

Chipmangel lässt Opel Produktion in Eisenach bis 2022 stoppen

Symbolbild: Oldtimer Opel Kapitän (Bild: Emslichter auf Pixabay)

Opel stoppt wegen der Chipkrise monatelang die Produktion in seinem Werk im deutschen Eisenach. Kommende Woche werde die Produktion heruntergefahren und erst Anfang 2022 wieder aufgenommen – sofern dies die Lieferketten dies überhaupt zuliessen, wie ein Unternehmenssprecher des zum Automobilkonzern Stellantis gehörenden deutschen Herstellers verlauten lässt. Auch bei Ford gibt es weitere Einschränkungen im Werk Köln.

Chip-Engpass: VW-Lkw-Tochter Traton warnt vor Verkaufseinbruch

Fahrzeuge der Traton-Gruppe mit elektrischen Antrieben (Bild: Traton/CC BY-SA 4.0)

Die LKW-Tochter von VW, Traton, warnt vor schwachen Quartalsergebnissen. Konkret rechnet die Volkswagen-Nutzfahrzeugholding im laufenden Quartal wegen der Lieferengpässe vor allem bei Halbleitern mit deutlich schwächeren Verkäufen als geplant. Die Knappheit bei Chips und anderen wichtigen Zulieferteilen hätten seit Ende August zu einem verringerten Absatzvolumen geführt, insbesondere der September leide darunter, teilte die Firma an ihrer Zentrale in München mit.

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