Deutsche 5G-Auktion startet in zweiter Märzhälfte

5G: Auktionsstart in Deutschland ist in der zweiten Märzhälfte (Bild: Archiv)

Die Frequenzversteigerung für den neuen Mobilfunkstandard 5G wird in Deutschland in der zweiten Märzhälfte beginnen. Dies teilte die Bundesnetzagentur kurz nach Ende der Bewerbungsfrist für die Auktion mit. Es stehen Frequenzen im 2-Gigahertz-Band sowie im 3,6-Gigahertz-Band zur Zuteilung. Um diese wollen Marktführer Deutsche Telekom, Vodafone, Telefonica Deutschland sowie erstmals die United-Internet-Tochter Drillisch bieten.

Drillisch will vierter Mobilfunknetzbetreiber Deutschlands werden

Will Netzbetreiber werden: 1&1 Drillisch (Bild: Niederlassung Köln-Marsdorf. Foto: Wikipedia/ Tohma/CCO)

Der Mobilfunkanbieter Drillisch (1&1) will erstmals an der Versteigerung von Mobilfunklizenzen in Deutschland teilnehmen. Man werde einen Antrag auf Zulassung zur Auktion bei der Bundesnetzagentur stellen, teilte das von United Internet kontrollierte Unternehmen mit. Die Aufsichtsräte beider Unternehmen hätten dem zugestimmt. Bis Freitag um 15.00 Uhr können Firmen ihre Anträge auf Zulassung zur Auktion bei der Bonner Behörde stellen.

Siemens, Volkswagen & Co an Aufbau von eigenen 5G-Netzen interessiert

5G-Netze: Siemens, Volkswagen und BASF wollen eigene Netze errichten (Bild: Shutterstock)

Einige der grössten DAX-Konzerne wollen ihre Digitalisierung mit dem Aufbau eigener 5G-Funknetze verantreiben. Siemens, Volkswagen und BASF wollen sich um lokale oder regionale Frequenzen bemühen, die die Bundesnetzagentur nach der Auktion der nationalen 5G-Frequenzen im Frühjahr vergeben will. 5G soll Datengeschwindigkeiten ermöglichen, die mindestens 100 Mal schneller sind als die der aktuellen 4G-Netze und für sehr niedrige Reaktionszeiten sorgen. Zudem müssen keine Unterbrechungen während der Übertragung befürchtet werden.

Bedenken der Agcom gegen Telecom Italias Plan zur Auslagerung von Festnetzsparte

Stösst mit Auslagerung der Festnetzsparte auf Widerstand: Telecom Italia (Bild: TI)

Die Telecom Italia stösst mit ihrem Plan, die Festnetzsparte in eine eigenständige Gesellschaft auszugliedern, auf Widerstand der zuständigen Behörde: Die Regulierungsaufsicht Agcom sprach sich in einer ersten Einschätzung auf ihrer Internetseite gegen das Vorhaben aus. Grund seien Bedenken, dass die Telecom Italia auch nach der Ausgliederung ihre eigenen Unternehmen zum Nachteil der Wettbewerber bevorzugen könnte. Die endgültige Entscheidung will die Behörde in 45 Tagen treffen.

Auch Norwegen erwägt Ausschluss von Huawei bei 5G-Aufbau

Huawei droht auch in Norwegen das Abstellgleis (Logo: Huawei)

Die Regierung in Oslo prüft den Ausschluss des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei vom Aufbau der für den neuen Mobilfunkstandard 5G notwendigen Infrastruktur. Norwegen teile die gleichen Bedenken wie die USA und Grossbritannien, sagte Justizminister Tor Mikkel, es würden konkrete Schritte erwogen. US-Geheimdienste werfen Huawei vor, Verbindungen zur Regierung in Peking zu pflegen und vermuten, Ausrüstung oder Handys könnten für Spione eine Hintertür enthalten, um an Staats- oder Firmengeheimnisse zu gelangen.

Deutschland: Bundesnetzagentur legt Vergaberegeln für 5G-Mobilfunk fest

In Deutschland werden die Vergabregeln für 5G fixiert (Bild: Shutterstock)

Die deutsche Bundesnetzagentur hat den Weg für die Auktion der Frequenzen für die fünfte Mobilfunkgeneration (5G) frei gemacht: Der Beirat der Behörde votierte für die 5G-Vergaberegeln der Bonner Netzagentur, es gab 23 Ja- und 7 Nein-Stimmen. Die Telekommunikationsunternehmen werden nicht gezwungen, ihre Netze für ein nationales Roaming zu öffnen. Sie werden allerdings von der Bundesnetzagentur verpflichtet, über eine technische und vertragliche Kooperation mit ihren Wettbewerbern zu verhandeln, wie der Beirat entschloss.

Telefonica und Deutsche Telekom partnern bei Mobilfunknetz-Ausbau zusammen

Macht beim Ausbau des Mobilfunks in Deutschland gemeinsame Sache mit Telefonica: Deutsche Telekom (Logo: DT)

Die Deutsche Telekom und die O2-Mutter Telefonica weiten ihre Zusammenarbeit aus, um den Mobilfunkausbau in Deutschland zu beschleunigen. Die beiden Unternehmen erklärten, sie würden langfristig mindestens 5.000 Mobilfunkstandorte der Telefonica an die Glasfaserinfrastruktur der Telekom anbinden. Die Telekom baut und betreibt das mit Abstand grösste Glasfasernetz in Deutschland. Diese Infrastruktur werde nun auch Telefonica nutzen. Für Kunden beider Unternehmen wird sich hinsichtlich der Vertragsinhalte oder Rufnummern nichts ändern, wie Telekom und Telefonica versicherten.

5G-Funklizenzen bringt Italien 6,6 Milliarden Euro ein

Versteigerung der 5G-Frequenzen bringt Italien weit mehr als erwartet (Symbolbild: Shutterstock)

Der italienische Staat hat bei der Versteigerung der Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 6,55 Milliarden Euro eingenommen. Das teilte das Industrieministerium am Dienstagabend mit. Das liegt deutlich über den 2,5 Milliarden Euro, die die Regierung in Rom als Mindestziel angepeilt hatte. Allein Vodafone Italy und Telecom Italia gaben nach eigenen Angaben jeweils rund 2,4 Milliarden Euro aus.

Flächendeckung bei 5G in Deutschland nicht realistisch

Symbolbild: Shutterstock

Der deutsche Kanzleramtschef Helge Braun hält einen flächendeckenden Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G für nicht machbar. Ein solches Versprechen sei weder bedarfsgerecht noch realistisch. Zugleich betonte er mit Blick auf die Vorgänger-Technologie: "Wir müssen eine Flächendeckung bei 4G erreichen. Das sind wir uns alle einig." 5G soll den Weg ebnen für eine ganze Reihe von künftigen Schlüsseltechnologien – wie etwa autonomes Fahren, virtuelle Realität, Telemedizin und Industrie 4.0.

LTE-Netzabdeckung in Deutschland: Telekom und Vodafone top, O2 flop

Foto: Karlheinz Pichler

Wer in Deutschland zum Smartphone greift, hat vielerorts inzwischen eine etwas schnellere Datenübertragung als früher. So stieg die LTE-Netzabdeckung der drei grossen Betreiber von Mobilfunkstationen – der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica – in den vergangenen Monaten an, wie aus Zahlen der Konzerne hervorgeht. Vodafone nahm nach eigenen Angaben im Juli und August rund 400 neue, schnelle LTE-Stationen in Betrieb und kommt damit inzwischen auf rund 17.000 LTE-Anlagen sowie eine Abdeckung von rund 93 Prozent der Bevölkerung.

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