Huaweis Handy-Sparte gerät immer stärker unter Druck (Bild: Archiv)

Nach den Sanktionen der USA gegen Huawei setzen weltweit immer mehr Mobilfunkfirmen die Markteinführung neuer Smartphones des chinesischen Netzwerkausrüsters und Handykonzerns aus. In Grossbritannien kündigte der grösste Mobilfunkbetreiber EE an, beim Start der ersten 5G-Netzwerkdienste in mehreren Städten nicht wie geplant auch 5G-fähige Smartphones von Huawei anbieten zu wollen. Vodafone kündigte an, wegen der Unsicherheiten rund um die weitere Unterstützung bei Vorbestellungen für das 5G fähige Huawei Mate 20X in Grossbritannien zunächst eine Pause einzulegen.

Der zum ehemaligen britischen Monopolisten BT gehörende Mobilfunker EE will die ersten ultraschnellen 5G-Netzwerke kommende Woche in sechs Städten einführen, darunter London. Auf 5G-fähige Endgeräte von Huawei solle aber zunächst verzichtet werden, sagte EE-Chef Mark Allera. Zunächst müsse sichergestellt werden, dass die Geräte auch während ihrer gesamten Lebensdauer unterstützt würden.

Auch bei der Mobilfunktochter Ymobile des japanischen Softbank-Konzerns heisst es, man wolle sich vor der Markteinführung eines neuen Huawei Smartphones erst vergewissern, ob der Verkauf nach Einführung der Geschäftsrestriktionen gegen Huawei durch die USA noch möglich sei. Ins gleiche Horn stiess am Mittwoch der japanische Internethändler Rakuten, der ebenfalls ankündigte, den Marktstart des Huawei P30 Lite zunächst zu stoppen.

Der von Softbank übernommene britische Chipentwickler ARM setzt ebenfalls die Geschäftsbeziehungen zu Huawei aus, wie der Sender BBC unter Berufung auf ein internes Firmendokument berichtete. Die Huawei-Sanktionen führten bereits zu grossen Verunsicherungen bei Chip-Konzernen.



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