Science

Körber-Preis 2019 für Bernhard Schölkopf

Bernhard Schölkopf (Bild: Körber Stiftung/ Friedrun Reinhold)

Bernhard Schölkopf, Direktor des Max‐Planck‐Instituts für Intelligente Systeme und affiliierter Professor der ETH Zürich, ist für seine Forschungstätigkeit im Bereich des maschinellen Lernens und der Künstlichen Intelligenz mit dem Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft ausgezeichnet worden.

Weltkleinster Sensor auf Graphen-Basis gebaut

Winziger Graphen-Beschleunigungssensor im Größenvergleich (Foto: kth.se/en)

Forscher der Königlichen Technischen Hochschule (KTH) aus Stockholm haben mit Kollegen der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH) und des Aachener Nanospezialisten AMO den kleinsten Beschleunigungssensor der Welt entwickelt. Er lässt sich in tragbare elektronische Geräte wie Smartphones integrieren. Zum Einsatz kommt dabei hochleitfähiges Graphen.

Mit Röntgenlicht und Künstlicher Intelligenz den Altar von Gent entschlüsselt

Genter Altar (Foto: www.lukasweb.be - Art in Flanders vzw, Hugo Maertens)

Mit Röntgenlicht und Künstlicher Intelligenz (KI) ist es Forschern des University College London zusammen mit Kollegen der Duke University und Mitarbeitern der National Gallery gelungen, die Geheimnisse des Malers des Genter Altars in der St.-Bavo-Kathedrale der belgischen Stadt Gent zu entschlüsseln. Gestaltet wurde er von Jan van Eyck und wahrscheinlich dessen älterem Bruder Hubert im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts.

Künstliche Intelligenz entlarvt Clickbait-Artikel

Mausklick: KI warnt vor ködernden Inhalten (Foto: pixabay.com, 422737)

Forscher der Penn State University haben eine Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt, die Clickbait erkennen kann, also Online-Inhalte, die Anwender mit reisserischen Titeln anlocken und nicht das halten, was sie versprechen. Der Algorithmus auf Basis maschinellen Lernens unterscheidet auch, ob die Inhalte von Menschen oder Bots verfasst wurden. "Für uns ist Clickbait nur eines von vielen Elementen, aus denen Fake News bestehen. Aber diese Forschung ist ein wichtiger Schritt, um ein gutes System zu seiner Erkennung aufzubauen", so Forscher Shyam Sundar.

Neurocomputer: Russen bauen Gehirn nach

Symbolbild: Utsa

Forscher des Moscow Institute of Physics and Technology (MIPT) haben ein Gerät entwickelt, das wie die Neuronen im menschlichen Gehirn funktioniert. Es speichert Informationen und löscht sie wieder, wenn sie lange Zeit nicht abgerufen worden sind. Es ist als Memristor zweiten Grades bekannt. Ein Memristor ist ein elektrisches Bauelement, das zwischen seinen beiden Anschlüssen einen elektrischen Widerstand aufweist, der je nach Stromstärke, abhängig von der Richtung grösser oder kleiner wird.