Deutsche Telekom stellt RKI erneut anonymisierte Handydaten zur Verfügung

Symbolbild: Fotolia/ Pixelrain

Die Deutsche Telekom hat dem Robert-Koch-Institut (RKI) erneut anonymisierte Kundendaten zur Erforschung der Ausbreitung des Coronavirus zur Verfügung gestellt. Mit der zweiten Lieferung am vergangenen Freitag seien aktuelle Daten bis zum 19. März übermittelt worden, sagte eine Telekomsprecherin. Dadurch könne das RKI nun einen Zusammenhang zwischen Massnahmen wie geschlossener Schulen und Aufrufen zur Arbeit im Home-Office, Mobilitätsverhalten und Ansteckungsrate herstellen.

In Zeiten wie diesen: Nutzung persönlicher Daten laut EU-Kommission rechtens

EU hält Verwendung persönlicher Daten für möglich (Symbolbild: Pixabay/ Geralt)

Die EU-Kommission hält es aus datenschutzrechtlicher Sicht für möglich, sensible persönliche Daten im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verwenden. Prinzipiell sei die Verarbeitung persönlicher Daten mit Bezug zur Gesundheit laut EU-Datenschutzvorgaben zwar verboten, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde. Der Schutz der öffentlichen Gesundheit könne aber ein rechtliches Motiv für eine Ausnahme von dieser Regel sein.

Information der Datenschutzbehörde zum Coronavirus (Covid-19)

Aufgrund der derzeitigen Epidemie stellt sich für Unternehmen, Behörden und auch für ArbeitnehmerInnen die Frage, unter welchen Umständen Daten (insbesondere Gesundheitsdaten) verarbeitet und ausgetauscht werden können und dürfen. Die Datenschutzbehörde weist einleitend darauf hin, dass Daten über Infektionen mit dem Coronavirus (Covid-19) sowie über Verdachtsfälle zu jenen sensiblen Daten zählen, für die das Datenschutzrecht einen besonderen Schutz vorsieht.

EU-Datenschutzbeauftragter besorgt über Überwachung von Handydaten

Symbolbild: Pixabay/ Open Clipart Vectors

Der EU-Datenschutzbeauftragte Wojciech Wiewiorowski hat bei der Nutzung von Handydaten im Kampf gegen die Corona-Pandemie zur Vorsicht aufgerufen. Die Nutzung persönlicher Daten könne hier nützlich und sinnvoll sein, dieselben Daten können aber auch für sehr undemokratische Zwecke genutzt werden, sagte Wiewiorowski. Jegliche Verwendung zur Bewältigung der Krise müsse verhältnismässig und regelkonform sein.

Überwachung im Job für 60 Prozent der Österreicher kaum ein Problem

60 Prozent der Österreicher können mit Überwachungsmaßnahmen im Job leben. Das hat eine Online-Umfrage eines großen österreichischen Job-Plattform ergeben. Der Großteil der Erwerbstätigen glaubt, dass die Kontrolle aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung künftig ohnehin zunehmen wird.

Handvenenscanner in burgenländischem Seebad Weiden verboten

Der Handvenenscanner, der im vorigen Jahr im Seebad in Weiden am See (Bezirk Neusiedl am See, Burgenland) als Zutrittssystem für Saisonkartenbesitzer eingeführt wurde, ist jetzt von der Datenschutzbehörde per Bescheid als unzulässig erklärt worden. Alle gespeicherten Daten müssen gelöscht werden. Zurück in die Vergangenheit, zur „guten alten Plastikkarte“ also. Dabei hatte der Scanner in seiner kurzen Einsatzzeit zur Einsparung von rund 21.000 dieser Karten geführt.

BND und CIA spionierten mit Technik der Schweizer Crypto AG über 100 Länder aus

Symbolbild: Pixabay/ Geralt

Unterstützt von der Schweizer Firma für Verschlüsselungstechnik Crypto AG haben der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) und der US-Geheimdienst CIA Medienberichten zufolge über Jahrzehnte hinweg mehr als einhundert Länder ausspioniert. Mit Hilfe der Verschlüsselungstechnik "Made in Switzerland" unter Kontrolle der beiden Geheimdienste sei es gelungen, den Staaten manipulierte Technologie zu verkaufen und dann vermeintlich sichere Kommunikation abzuhören, berichtete das ZDF heute. Der Sender hatte gemeinsam mit der "Washington Post" und dem Schweizer Fernsehen SRF recherchiert.

Chrome: Zusätzliche Daten an Google auch ohne Cookies

Der momentan meistgenutzte Webbrowser Google Chrome wurde schon in der Vergangenheit wegen Datenschutzbedenken kritisiert. Jetzt erhob ein Entwickler auf der Plattform Github neue Vorwürfe, wie orf.at berichtet. Davon sind alle Nutzerinnen und Nutzer des Browsers betroffen – auch solche, die bei Google-Diensten nicht angemeldet sind und andere Sicherheitsmaßnahmen verwenden.

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