Deutscher BGH bestätigt Verbotsverfügung von Bundeskartellamt zu Facebooks Datensammlung

Sammeln privater Daten: Facebook muss damit aufhören (Symbolbild: Pixabay/ Geralt)

Facebook muss in Deutschland die umfassende Sammlung von Daten seiner Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland vorerst stoppen. Der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte eine Verbotsverfügung des Bundeskartellamts. Die Begründung der Wettbewerbshüter, Facebook missbrauche seine marktbeherrschende Stellung, sei nicht zu beanstanden, so der BGH in seiner Eilentscheidung.

Google wegen Zugriffs auf Nutzerdaten mit Sammelklage konfrontiert

Google sieht sich einer Sammelklage gegenüber (Logo: Google)

Der Internetgigant Google muss sich in den USA wegen Missachtung von Privatsphäreeinstellungen auf eine mögliche Sammelklage im Volumen von mindestens fünf Milliarden Dollar einstellen. Laut der Beschwerde, die beim Bundesgericht in San Jose (Kalifornien) eingereicht wurde, soll das Unternehmen über Google Analytics, Google Ad Manager und andere Anwendungen sowie Website-Plug-ins und Smartphone-Apps Daten von Usern sammeln, obwohl diese die Einstellungen auf „privat“ gesetzt haben.

Auseinandersetzung Berliner Datenschutzbeauftragte versus Microsoft geht in nächste Runde

Datenschutz: Der Streit zwischen Microsoft und Berlins Datenschutzbeauftragter geht weiter (Symbolbild: Fotolia/ Momius)

Der Streit zwischen der Berliner Datenschutzbeauftragten Maja Smoltczyk und Microsoft (ICTK berichtete) um Videokonferenz-Lösungen des Konzerns geht in die nächste Runde: Gestern Montag veröffentlichte die Behörde erneut einen Warnhinweis gegen gängige Produkte von Microsoft, Skype Communications und Zoom Video Communications. Microsoft hatte sich über eine ähnliche Warnung, die auf der Website der Berliner Datenschützer stand, in einem Brief beschwert und um ein klärendes Gespräch gebeten. Daraufhin hatte Smoltczyk die Vorwürfe zunächst von der Website genommen.

Deutscher Datenschutzbeauftragter warnt vor Zoom

Vor Zoom wird in Deutschland gewarnt (Bild: Allie Smith auf Unsplash.com)

Der deutsche Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat vor der Nutzung des gerade während der Coronakrise beliebten Videokonferenz-Anbieters Zoom gewarnt. Zur Zeit gäbe es keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, das hiesse: Die Inhalte der Kommunikation liegen unverschlüsselt auf dem Server des Anbieters. Damit sei von dieser Kommunikationsform abzuraten, wenn personenbezogene Daten im Spiel seien. Es sollten dann alternative Plattformen gewählt werden, wo eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung garantiert ist.

Microsoft geht gegen Berliner Datenschutzbeauftragte vor

Mahnt Berliner Datenschutzbeauftragte ab: Microsoft (Foto: Karlheinz Pichler)

Üblicherweise sind es Datenschützer, die Kritik an Softwarekonzernen üben, um sie zur Änderung ihres Verhaltens zu bringen. Nun aber geht Microsoft gegen solche Kritik vor – und zwar auf dem Rechtsweg: Die Anwälte von Microsoft haben eine Abmahnung gegen die Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Maja Smoltczyk, verschickt. Diese betreibe "erhebliche" Rufschädigung gegen den Softwarekonzern und füge ihm so auch kommerziellen Schaden zu, heisst es darin.

Twitter entzieht Nutzern Kontrolle über Daten

Twitter: Nimmt Usern die Kontrolle (Foto: pixabay.com, PhotoMIX-Company)

Der US-amerikanische Mikroblogging-Dienst Twitter nimmt allen Nutzern ausserhalb Europas in seiner mobilen App die Kontrolle darüber, welche Daten er mit Marketern teilt. Informationen wie die von Nutzern gesehene Werbung werden ab jetzt automatisch an Partner wie Google und Facebook weitergeleitet. Laut Twitter sollen diese Daten dabei helfen, die Wirksamkeit von Anzeigen zu offenbaren und es der Plattform ermöglichen "weiterhin als kostenloser Service zu arbeiten".

Kalifornischer Aktionär klagt Zoom wegen Sicherheitslücken

Zoom: Sammelklage steht ins Haus (Bild: Allie Smith auf Unsplash.com)

Der in der Coronaviruskrise stark nachgefragte US-Videodienstanbieter Zoom sieht sich mit einer Klage wegen Sicherheitslücken und Datenschutzmängeln konfrontiert: Ein Aktionär im US-Bundesstaat Kalifornien reichte eine Sammelklage ein. Darin wird Zoom vorgeworfen, die Qualität des Datenschutzes zu hoch angegeben sowie nicht öffentlich gemacht zu haben, dass der Dienst nicht durchgehend verschlüsselt ist. Zoom war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Sicherheitsbedenken beenden Aktienhöhenflug von Zoom

Dämpfer für Zoom (Bild: Zoom)

Die wachsenden Sicherheitsbedenken versetzen dem US-Videokonferenzanbieter Zoom einen Dämpfer. Die Aktien gaben im vorbörslichen US-Handel 6,4 Prozent nach. Der „Washington Post“ zufolge haben einige US-Schulbezirke damit begonnen, die Zoom-App für Onlinelernangebote wegen des unzureichenden Datenschutzes zu verbannen.

"Datenschutz muss hinter Schutz von Leben zurückstehen"

Bei Handys soll der Datenschutz wegen Covid-19 hintangereiht werden (Bild: Pixabay/ Open Clipart Vectors)

Der Präsident des deutschen Branchenverbands Bitkom, Achim Berg, spricht sich dafür aus, datenrechtliche Vorbehalte bei der Verwendung von Handy-Apps zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zurückzustellen. Im Kampf gegen die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 würden Politiker der Union gerne möglichst bald eine App einsetzen, die Bürger freiwillig auf ihrem Handy installieren können, so Berg.

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