Ausgrenzen, fertigmachen, niederbrüllen: Studie zeigt rasanten Anstieg digitaler Hetze

Immer mehr Erwachsene sind von Mobbing und dabei vor allem von digitaler Hetze, dem sogenannten Cybermobbing, betroffen. Laut einer Studie des Karlsruher Bündnisses für Cybermobbing weist der Anstieg eine bedrohliche Dynamik auf – zusätzlich begünstigt durch die Umstände der Corona-Pandemie. Frauen und jüngere Menschen trifft es dabei besonders, wie es in der im deutschsprachigen Raum erhobenen repräsentativen Studie heisst.

Facebook sagt Cyber-Mobbing den Kampf an

Facebook geht verschärft gegen Cyber-Mobbing vor (Bild: Pixabay)

Facebook verschärft seine Richtlinien im Kampf gegen Cyber-Mobbing. So sollen besonders gefährdete Nutzer und Nutzerinnen wie Opfer von Gewalt und Regierungskritiker vor Massen-Mobbing und Einschüchterung durch ein koordiniertes Vorgehen anderer Nutzer geschützt werden, wie Facebook erklärte. Ein solches koordiniertes Vorgehen soll auch dann unterbunden werden, wenn die Inhalte an sich nicht gegen die Facebook-Richtlinien verstossen.

Japan will nach Tod eines Netflix-Stars gegen Cyber-Mobbing vorgehen

Cyber-Mobbing: Japan will verstärkt dagegen vorgehen (Symbolbild: Pixabay/ Un-Perfekt)

Japan will nach dem tragischen Tod einer aus Netflix bekannten jungen Profi-Wrestlerin verstärkt gegen Cyber-Mobbing vorgehen. Die 22-jährige Hana Kimura, die in der international bekannten Netflix-Reality-Show "Terrace House" auftrat, war tot in ihrer Wohnung gefunden worden. Sie war Opfer von hasserfüllten Kommentaren im Internet geworden. Als Todesursache wird Selbstmord angenommen. Es seien Verfahren nötig, um Urheber solcher Online-Schikanen aufzudecken und die Opfer zu retten, erklärte dazu die japanische Kommunikationsministerin Sanae Takaichi.

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