Das Warten und Zittern haben ein Ende, die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US hat heute die wahrscheinlich entscheidende und letzte Hürde im jahrelangen Bestreben der Übernahme des kleineren US-Konkurrenten Sprint genommen. Das Gericht, vor dem zahlreiche US-Bundesstaaten gegen den milliardenschweren Zusammenschluss geklagt hatten, genehmigte die Fusion heute. Der Wert des Deals beträgt rund 26 Milliarden US-Dollar (rund 24 Milliarden Euro).

Der angestrebte Zusammenschluss der Nummern drei und vier am US-Mobilfunkmarkt hatte Ängste geweckt, dass ein derartiger Megakonzern die Preise für die Verbraucher in die Höhe treiben könnte, würde er doch auf etwa 130 Millionen Kunden und einen geschätzten Jahresumsatz in der Höhe von 76 Milliarden US-Dollar kommen. Das US-Justizministerium hatte die Fusion bereits genehmigt, jedoch an die Erlaubnis aber Bedingungen wie den Verkauf von Konzernteilen und Mobilfunkfrequenzen geknüpft. Auch die Branchenaufsicht Federal Communications Commission (FCC) hatte ihr OK schon gegeben.

Der zuständige Richter Victor Marrero stimmte dem mehr als 26 Milliarden Dollar teuren Deal zu, wie aus seinem heute veröffentlichten Urteil hervorgeht. Ganz am Ziel sind die beiden Heiratswilligen jedoch noch nicht, theoretisch könnte noch der US-Generalstaatsanwalt in Berufung gehen, außerdem könnten sich Wettbewerbshüter einzelner US-Bundesstaaten noch querlegen.

Anleger und Börsen feierten trotzdem bereits die wahrscheinliche Fusion, T-Mobile-Titel stiegen im vorbörslichen US-Geschäft auf ein Rekordhoch von 91 Dollar. Sprint-Papiere verbuchten mit einem Plus von 64 Prozent den größten Kurssprung der Firmengeschichte. Und auch die im Dax notierten Aktien der Deutschen Telekom legten deutlich zu.



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