Immer mehr MINT-Fachkräfte verwenden KI ohne Erlaubnis des Arbeitgebers

Symbolbild: Pixabay/ Pexels

Gemäss einer neuen Studie verwenden in Deutschland bereits 77 Prozent der MINT-Fachkräfte (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bei der Arbeit KI-Tools wie zum Beispiel ChatGPT, Google Gemini oder Perplexity, ohne dass sie dafür bei der IT-Abteilung oder der Geschäftsleitung eine Erlaubnis eingeholt hätten. Die Zahl kam bei einer repräsentativen Umfrage unter MINT-Fachkräften durch das Meinungsforschungsinstitut Yougov heraus, das von der britischen Personalbereitung Sthree in Auftrag gegeben wurde.

Unkontrollierbare Schatten-KI durch private Tools

KI-Nutzung wird von jüngeren Arbeitskräften oft verschwiegen (Foto: Concord90, pixabay.com)

KI ist für viele US-Unternehmen ein potenzielles Sicherheitsproblem. In einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens Cox Business unter 1.007 US-Arbeitnehmern der Jahrgänge 1981 bis 2010 gaben 60 Prozent an, im Job eher private Apps und andere Software zu nutzen als jene, die ihre Arbeitgeber ihnen zur Verfügung stellen. Der Grund: Sie sind mit ihren Tools besser vertraut als mit denen ihrer Firma und glauben, diese einfacher und schneller bedienen zu können. Dadurch entsteht laut Cox Business eine unkontrollierbare Schatten-IT.

Schatten-KI durch Mitarbeiterschulung verhindern

Bild: Dropbox

71 Prozent der Arbeitnehmer nutzten bereits KI-Tools, bevor ihre Vorgesetzten davon wussten. Doch eine individuelle, fragmentierte Herangehensweise an die Einführung generativer KI in bestehende Prozesse trägt dazu bei, das Unternehmen zu splitten: Auf der einen Seite sind die Mitarbeitenden, die die neueste Technologie nutzen, ohne sich darüber mit ihren Kollegen oder Vorgesetzten zu verständigen. Auf der anderen Seite stehen die zögerlichen Nichtnutzer, die hinter ihren vermeintlich fortschrittlicheren Kollegen zurückbleiben.

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