Kunststoff-Elektronik passt sich Körper an

Herstellung und Verwendung der Elektronik aus Kunststoff (Illustration: Nature Electronics)

Implantierbare Geräte wie Herzschrittmacher und Sensoren passen sich dank neuer Kunststoff-Elektronik von Forschern der Kyung Hee University, der Sungkyunkwan University und anderer Institute in Südkorea dem Körper künftig besser an. Sie haben einen organischen Transistor vorgestellt, der dehnbar und biokompatibel ist. Er besteht aus extrem dünnen halbleitenden Kunststofffasern und einem biokompatiblen elastischen Verbundmaterial.

Gedruckter Schutz für empfindliche Elektronik

Elektrostatische Entladung: kann verheerend sein (Bild: Ryan Goldsberry und Adam Connell, llnl.gov)

Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen Forscher des Lawrence Livermore National Laboratory mit einem neuartigen 3D-Druckverfahren. Sie schützen empfindliche Elektronik sowohl vor mechanischen Schäden, etwa durch Schläge mit einem Hammer, als auch vor solchen, die durch elektromagnetische Strahlung und elektrostatische Entladungen entstehen.

MIT-Forscher finden Silizium-Nachfolger TMD

Innerhalb der Maske (Rosa) bildet sich eine vorteilhafte 2D-Schicht (Grafik: mit.edu)

Mit Übergangsmetall-Dichalkogeniden (TMD) wollen Ingenieure des Massachusetts Institute of Technology (MIT) die Elektronik revolutionieren. Dieses Material besteht aus einem Metall wie Molybdän oder Wolfram sowie einem der drei Elemente Schwefel, Selen oder Tellur. Als 2D-Werkstoff, der nur so dick ist wie ein einziges Molekül, hat er faszinierende Eigenschaften. Er leitet Strom besser als Silizium, der heutige Hauptwerkstoff der Elektronik. Zudem hat TMD alle Eigenschaften, die ein Rohstoff für die Herstellung von Transistoren benötigt, sodass er irgendwann Silizium ablösen könnte.

Neuartiger Stromleiter könnte Elektronik neu aufmischen

Forschungsarbeit im Labor: neues Material revolutioniert Elektronik (Foto: John Zich, uchicago.edu)

Mit einem neuartigen Material, das formbar ist wie Kunststoff und leitfähig wie Metall, wollen Forscher der University of Chicago die Welt der Elektronik aufmischen. Die darin befindlichen molekularen Fragmente sind keineswegs wohlgeordnet, sondern völlig chaotisch verteilt. Das verstösst zwar gegen alle Regeln, die als Voraussetzung für Leitfähigkeit bekannt sind, aber es funktioniert. "Es ist eine ganz neue Klasse von Materialien", sagt Materialforscher John Anderson.

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