Megahochzeit im Schweizer Telekommarkt perfekt: Sunrise übernimmt UPC

Im Zürich Enge in den Boden eingelassenes altes Sunrise-Logo (Foto: Karlheinz Pichler)
Im Zürich Enge in den Boden eingelassenes altes Sunrise-Logo (Foto: Karlheinz Pichler)

Worüber seit längerem gemutmasst wurde, wird jetzt perfekt. Sunrise übernimmt UPC Schweiz und blättert dafür 6,3 Milliarden Franken auf den Tisch. Damit soll ein stärkerer und konvergenter Herausforderer im Schweizer Markt geschaffen werden, teilten die beiden Unternehmen in einem Communiqué mit. Der Deal soll im zweiten Halbjahr 2019 unter Dach und Fach sein. Die Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden wird für das zweite oder dritten Quartal dieses Jahres erwartet.

Gemäss dem Communiqué übernimmt Sunrise mit 3,6 Milliarden Franken einen Teil der ausstehenden UPC-Schulden. Den verbleibenden Teil des Kaufpreises von 2,7 Milliarden finanziert Sunrise via die Ausgabe einer Bezugsrechtsemission über 4,1 Milliarden Franken.

Mit Sunrise und UPC Schweiz kommen zwei Unternehmen zusammen, die sich bis zu einem gewissen Grad ergänzen. Sunrise ist im Mobilfunk stark, UPC im Internet- und TV-Geschäft. Bislang war UPC Schweiz im Besitz des US-amerikanischen Liberty-Global-Konzerns. Gerüchte über eine Übernahme gab es bereits seit Monaten. Anfang Februar bestätigte Sunrise, dass Gespräche geführt werden. In der Nacht auf Mittwoch vermeldete das Unternehmen, diese Gespräche befänden sich in einem "fortgeschrittenen" Stadium.

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