In Indien unter Beschuss: Facebook (Bild: Pixabay/ Geralt)

Mehrere Facebook-Manager sind vor ein Parlamentskomitee in Indien zitiert worden, weil dem Internetriesen mangelndes Engagement gegen Hassrede im Netz vorgeworfen wird. Hintergrund der Befragung sind Recherchen des „Wall Street Journals“, wonach das Soziale Netzwerk seine eigenen Richtlinien verletzt haben soll. Dem „Wall Street Journal“ zufolge ging Facebook wegen wirtschaftlicher Interessen nicht gegen antimuslimische Hassreden hochrangiger Vertreter der hindu-nationalistischen Regierungspartei vor.

Indien rückt unter Premierminister Narendra Modi zunehmend weg von einem säkularen Staat in Richtung eines hindu-nationalistischen Staates, in dem sich Muslime zunehmend diskriminiert fühlen.

Facebook hat in Indien mehr als 300 Millionen Nutzer und Nutzerinnen. Das Land ist einer seiner grössten Wachstumsmärkte. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat Indiens Premier Modi schon mehrfach getroffen. Sein Unternehmen will sich für 5,7 Milliarden Dollar mit knapp zehn Prozent an dem grossen indischen Digitaldiensteanbieter Jio Platforms beteiligen.



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