5G-Skepsis ist in der Schweiz gesunken (Symbolbild: Pixabay/ Mohamed Hassan)

Zwar ist die 5G-Technologie in der Schweiz noch immer umstritten, hat aber innerhalb von zwei Jahren deutlich an Popularität zugelegt. Konkret gaben 2022 49 Prozent der Befragten an, "unbedingt" oder "eher" für diese neue Technologie zu sein, in 2020 waren es erst 35 Prozent. Eine ablehnende Haltung haben jetzt nur noch 27 Prozent, gegenüber 44 Prozent vor zwei Jahren. Ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung (24 Prozent) hat sich jedoch nach wie vor keine Meinung gebildet. Dies geht aus der neuen jährlichen Zufriedenheitsumfrage des Online-Vergleichsportals Bonus.ch zum Thema Telekommunikation hervor, die bei mehr als 1'300 Personen durchgeführt wurde.

Wenn man nur die Befragten berücksichtigt, die sich in dieser Frage entschieden haben, überwiegen mit 65 Porzent der Stimmen eindeutig die "für" gegenüber den 35 Prozent "gegen".

Der technologische Fortschritt (vernetzte Objekte, Automatisierung usw.) bleibt mit 55 Prozent das wichtigste Argument, das von den Befürwortern von 5G angeführt wird. Im Vergleich zu 2020 gewinnt der persönliche Nutzen (höhere Internetleistung usw.) an Bedeutung. Ein Drittel der Befragten gibt an, dass sie 5G aufgrund des persönlichen Nutzens befürworten. Die Reduzierung des Energiekonsums wird von 9 Prozent der Befragten angegeben.

Die Gegner von 5G heben mehrheitlich die Gesundheitsrisiken hervor (47 Prozent gegenüber 60 Prozent in 2020). Befürchtungen hinsichtlich der Auswirkungen auf die Umwelt (32 Prozent gegenüber 28 Prozent) und der Cybersicherheit (12 Prozent gegenüber 7 Prozent) gewinnen im Vergleich zu 2020 an Boden.

Frauen stehen 5G zwar immer noch weniger positiv gegenüber, aber die Meinungen haben sich im Vergleich zu 2020 deutlich verändert. Vor zwei Jahren waren 73 Prozent der Frauen gegen diese neue Technologie. Heute sind es nur noch 45 Prozent. Was die Männer betrifft, so bestätigen sich die positiven Meinungen: Von 56 Prozent in 2020 ist dieses Verhältnis auf 71 Prozent in 2022 gestiegen.

Zwar sind die Westschweizer nach wie vor am zurückhaltendsten gegenüber 5G, doch hat diese Technologie innerhalb von zwei Jahren an Popularität gewonnen. Während in 2020 noch 47 Prozent der Befragten gegen die Einführung von 5G waren, sind es nun nur noch 27 Prozent. 34 Prozent haben keine Meinung zu diesem Thema.

In der Deutschschweiz hat sich der Trend kaum verändert. Von 49 Prozent Befürwortern stieg der Anteil in 2022 auf 53 Prozent. Die Meinungen sind jedoch stärker ausgeprägt, da 30 Prozent "gegen" 5G sind, während nur 17 Prozent keine Meinung dazu haben.

In der italienischen Schweiz haben sich die Meinungen ebenfalls stark geändert. Von 38 Prozent "dafür" in 2020 ist der Prozentsatz zwei Jahre später auf 54 Prozent gestiegen! Nur 19 Prozent geben an, "gegen" 5G zu sein, während es 2020 noch 36 Prozent waren.

Es ist auch interessant, sich nur auf diejenigen Internetnutzer zu konzentrieren, die sich in dieser Frage entschieden haben. So sind bei den italienischsprachigen Schweizern fast drei Viertel für 5G, bei den Deutschschweizern sind es 64 Prozent und bei den Westschweizern 59 Prozent.

Die 40- bis 59-Jährigen zeigen das grösste Interesse an 5G. Nur 22 Prozent von ihnen stehen dieser neuen Technologie ablehnend gegenüber, verglichen mit über 28 Prozent in den anderen Alterstranchen.

Direktzugang zum Rapport: www.bonus.ch/Pdf/2022/Mobilfunktelefonie-5G.pdf



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