Twitter drängt zu sichereren Passwörtern (Bild: Pixabay)

Der kalifornische Mikroblogging-Dienst Twitter drängt im Vorfeld der US-Präsidentenwahl zahlreiche amerikanische Politiker und Journalisten aus Angst vor Cyberattacken dazu, ihre Accounts mit besseren Passwörtern zu schützen. Betroffen seien unter anderem Regierungsmitarbeitende und Kongressabgeordnete sowie Gouverneure von Bundesstaaten und führende Medien, lässt Twitter wissen.

Bei den nächsten Einlogg-Vorgängen der betroffenen Gruppen werde seitens Twitter geprüft, ob deren Passwort komplex genug sei, um als sicher zu gelten. Sollte dies nicht der Fall sein, würden die Leute aufgefordert, es zu ändern. Ausserdem werde Twitter ihnen nachdrücklich den Einsatz der sogenannten Zwei-Faktor-Authentifizierung empfehlen, bei der zur Anmeldung auf einem neuen Gerät ein zusätzlicher Code notwendig ist.

Twitter war erst im Juli Ziel einer Cyberattacke geworden, bei der Accounts von Prominenten gekapert wurden, um einen Bitcoin-Betrug zu bewerben. Mit der Qualität der Passwörter hatte das nichts zu tun: Die Angreifer hatten nach Angaben des Unternehmens mindestens einen Twitter-Mitarbeiter ausgetrickst und sich Zugriff auf die Systeme des Kurznachrichtendienstes verschafft. Ein besserer Passwortschutz könnte aber weniger ausgeklügelte Attacken verhindern.