SAP hat momentan mit hohen Kosten zu kämpfen (Bild: zVg)

Beim deutschen ERP- und Cloud-Riesen SAP haben Abfindungen für Tausende ausscheidende Mitarbeitende sowie Übernahmekosten den Gewinn im zweiten Quartal des laufenden Fiskaljahres nach unten gedrückt. Konkret sank das Betriebsergebnis von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut ein Fünftel auf 827 Millionen Euro, wie der Dax-notierte Konzern verlauten lässt.

Zudem lastete auch die Auszahlung von Aktienboni an Beschäftigte des zuletzt gekauften milliardenteuren Unternehmens Qualtrics auf dem Ergebnis. Bereinigt um solche Sonderfaktoren verbesserte sich das operative Ergebnis hingegen um elf Prozent auf 1,82 Milliarden Euro und lag damit leicht unter der Erwartung von Analysten. Ebenso stark legte der bereinigte Umsatz auf 6,6 Milliarden Euro zu - hierbei blieb das Geschäft mit Cloud-Software aus dem Internet mit einem Plus von 40 Prozent der Wachstumstreiber.

SAP könne mit seinem Programm zur Gewinnsteigerung erst 2020 durchstarten. In diesem Jahr sei wegen der Belastungen noch nicht mit einem ganzen Prozentpunkt mehr Rendite zu rechnen, kommentierte Finanzvorstand Luka Mucic das Ergebnis. Doch 2020 sei dann ein "sehr, sehr bedeutender Schritt vorwärts" zu erwarten. Auch Vorstandschef Bill McDermott betonte, SAP sei dem Ziel einer operativen Renditesteigerung um fünf Prozentpunkte bis 2023 auf 34 Prozent "absolut verpflichtet" und zufrieden mit den Fortschritten dabei. Darüber hinaus versprach der SAP-Chef, dass der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr "felsenfest" sei. Der Betriebsgewinn soll demnach währungsbereinigt um 9,5 bis 12,5 Prozent auf 7,85 bis 8,05 Milliarden Euro steigen. "Wir sind sehr zuversichtlich über 2019", so McDermott.



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