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Ein täuschend echt aussehender Roboter-Fisch von Forschern der NYU Polytechnic School of Engineering schockiert Zebrafische zutiefst und beweist, dass technische Kreationen immer realistischer werden. "Wenn Zebrafische Angst haben, verändert sich ihr Schwimmverhalten. Wir waren ziemlich überrascht, dass der Roboter-Fisch im Look des Feindes noch grössere Angst als der echte Feind auslöste", erklärt Professor Maurizio Porfiri.

Die Ergebnisse des Experiments sollen das Wissen über Beunruhigung und Angst in Tierpopulation ausweiten und für die menschliche Psychologie von hohem Nutzen sein. Zebrafische sind für Verhaltensstudien eine sehr beliebte Gattung, denn sie zählt zu den sehr komplexen Tierarten. Die Tiere wurden exemplarisch bereits für andere Sozialstudien verwendet. Im Test wurden Feind-Situationen in Aquarien simuliert.

Für den Vergleich wurde ein nur mit Wasser befülltes Aquarium und dann ein zusätzliches Becken mit einem Pfauenaugenbuntbarsch bereitgestellt, der die Zebrafische gewöhnlich verschreckt. In einem anderen Wasserbehälter wurde eben dieser Barsch mithilfe eines Computers grafisch simuliert. In einem weiteren Tank befand sich der ungewöhnlich realistische Roboter-Barsch.

In den beiden Becken mit dem echten Barsch und dem Roboter zeigten die Zebrafische eindeutiges Angstverhalten. Sie wichen lieber auf andere Abschnitte des Wassertanks aus. Der künstliche Roboter-Barsch konnte dieses Verhalten sogar noch um einiges intensivieren. Die Täuschung durch den Roboter ist gelungen. Im Becken mit dem animierten Feind reagierten die Zebrafische hingegen kaum bis gar nicht.

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