Schweizer IT-Talente holen bei Informatik-Olympiade zwei Mal Bronze

Nicolas Camenisch und Joel Huber holten Bronze (Bild: zVg)
Nicolas Camenisch und Joel Huber holten Bronze (Bild: zVg)

Vier Schweizer Jugendliche reisten nach Aserbaidschan, um mit Informatik-Talenten aus 88 Ländern um die Wette zu programmieren. Ein Aargauer und ein Zürcher Mittelschüler holten an der Internationalen Informatik-Olympiade jeweils eine Bronze-Medaille.

Insgesamt beteiligten sich 327 junge Informatik-Talente vom 4. bis am 11. August an der Internationalen Informatik-Olympiade. In Baku, Aserbaidschan, lösten sie anspruchsvolle Programmieraufgaben und vernetzten sich mit gleichgesinnten Jugendlichen aus aller Welt. Für die Schweiz hatten sich vier Jugendliche qualifiziert:
- Nicolas Camenisch, Kantonsschule Wettingen, AG
- Joël Huber, Kantonsschule Freudenberg, ZH
- Valentin Imbach, Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl, ZH
- Christopher Burckhardt, Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl, ZH

Der Aargauer Nicolas Camenisch konnte dabei bereits zum dritten Mal in Folge eine Bronze-Medaille mit nach Hause nehmen. Sein Zürcher Kollege Joël Huber freut sich über die erste internationale Bronzemedaille. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Resultat", erklärt André Ryser, Student und einer der Delegationsleiter. "Es ist das drittbeste Schweizer Ergebnis in den letzten 10 Jahren, zudem war die internationale Konkurrenz wieder sehr stark". Am besten abgeschnitten haben Schülerinnen und Schüler aus den USA, Kanada, Russland und China.

Der Leistungsgedanke ist laut Ryser ein Aspekt der Olympiade. Genauso wichtig seien aber auch die Inhalte der Prüfungen: Sie sollen nicht nur Wissen abfragen, sondern das Denken anregen, Spass machen und motivieren. "Eine Aufgabe fand ich besonders cool", erklärt Teilnehmer Joël Huber: "Wir mussten ein Programm entwerfen, das wiederum ein Programm für einen Roboter schreiben musste, der in einem Bild den Abstand von zwei Pixeln feststellen muss." Definitiv keine Aufgabe für einen Standardalgorithmus, ergänzt sein Kollege Valentin: "Es ist viel spannender, wenn man zuerst eine Lösung finden und beweisen muss, als wenn es um eine komplizierte Umsetzung geht." Insgesamt mussten die Jugendlichen sechs Aufgaben lösen, dafür hatten sie an zwei Tagen je fünf Stunden Zeit.

Nebst der intellektuellen Herausforderung will die Informatik-Olympiade den Austausch jenseits von Sprach- und Kulturgrenzen fördern. Das habe funktioniert, meint Teilnehmer Christopher Burkhardt: "Ich habe jede Menge nette und sehr kluge Menschen kennengelernt."