Red Hat vereinheitlicht Automatisierung im Hybrid-Cloud-Management

Symbolbild: Marcu Beyer
Symbolbild: Marcu Beyer

Die Open-Source-Spezialistin Red Hat hat mit Ansible Tower 3.4 eine neue Version ihres Frameworks zur Automatisierung von IT-Prozessen lanciert. Das Update enthält gemäss Mitteilung Workflow-Verbesserungen wie verschachtelte Workflows und Workflow-Konvergenz. Ziel sei es, die Verwaltung von komplexen Hybrid-Cloud-Infrastrukturen zu vereinfachen.

Laut den Angaben von Red Hat komme es in Unternehmen oft vor, dass getrennte Teams mit ihren jeweils eigenen Ansible Playbooks die IT im Rechenzentrum vor Ort und die Cloud-Services verwalten. Mit Ansible Tower 3.4 seien Anwender nun in der Lage, einen Master-Workflow zu definieren, der verschiedene IT-Bereiche miteinander verbinde. Der Master-Workflow sei für eine hybride Infrastruktur mit dem Ziel konzipiert, die Grenzen spezifischer Technologiesilos zu überwinden.

Mit dem in Ansible Tower integrierten Management-Portfolio – darunter Red Hat Satellite für die Verwaltung von Red Hat Enterprise Linux und Red Hat Cloudforms für den Bare-Metal-, Virtual-Machine- und Private-Cloud-Betrieb – sollen IT-Teams Workflows über ihren gesamten IT-Infrastrukturbestand hinweg konsistenter steuern können, heisst es weiters. Anwender seien mit der neuen Version in der Lage, Automatisierungs-Workflows, die in verschiedenen Umgebungen und Szenarien zum Einsatz kommen, auch in anderen Anwendungsfällen einzusetzen, um auf diese Weise die Verwaltung der Hybrid-Cloud-Infrastruktur effizienter zu gestalten, verspricht Red Hat.

Als wichtigste Workflow-Erweiterungen von Ansible Tower nennt das Unternehmen mit Zentrale in Raleigh (North Carolina), dessen Übernahme durch IBM im Laufen ist:
- Verschachtelte Workflows sollen es Anwender ermöglichen, wiederverwendbare, modulare Komponenten zu erstellen. Sie sollen damit komplexe Vorgänge mit dem gleichen Komfort eines einfachen Playbooks automatisieren können.
- Mit der Workflow-Konvergenz sollen Nutzer in die Lage versetzt werden, in einer Art Koordinationsstelle Workflow-Aufträge in Abhängigkeit von der Fertigstellung mehrerer anderer Workflow-Aufträge zusammenführen, bevor sie mit den nächsten Schritten fortfahren.
- "Workflow always Job Templates" wiederum sollen die Ausführung einer Folgeaktivität gewährleisten – und zwar unabhängig von der erfolgreichen oder misslungenen Ausführung eines vorangegangen Jobs. Wenn ein abhängiger Service unabhängig vom Exit-Status eines Workflows ausgeführt werden muss, soll ein „Workflow always Job Template“ sicherstellen, dass der Geschäftsbetrieb aufrechterhalten bleibt.
- Durch die Inventarisierung auf Workflow-Ebene können Benutzer den Angaben zufolge einen Workflow auf die IT-Bestände anwenden, auf die sie Zugriff haben. Gleichzeitig erlaube diese Funktion die Wiederverwendung von Bereitstellungs-Workflows in Rechenzentren, IT-Umgebungen und Teams.

Darüber hinaus könnten Nutzer mit "Job-Slicing" einen einzelnen grossen Job, der für Tausende von Maschinen ausgelegt ist, in eine Reihe kleinerer Aufträge aufteilen, um ihn über eine Cluster-Umgebung von Ansible Tower zu verteilen. Laut Red Hat lassen sich Aufträge dadurch zuverlässiger und schneller ausführen. Benutzer könnten die Automatisierung ausserdem besser skalieren, heisst es.

Mit der Version 3.4 können Unternehmen Ansible Tower jetzt kompatibel im FIPS-konformen Modus mit Red Hat Enterprise Linux einsetzen. Die Zertifizierung des Federal Information Processing Standard (FIPS 140-2) des National Institute of Standards and Technology ist ein Sicherheitsstandard, der die Anforderungen an kryptografische Module, einschliesslich Hardware- und Softwarekomponenten, festlegt, die in einem Sicherheitssystem zum Schutz vertraulicher, aber nicht klassifizierbarer Informationen verwendet werden.
www.redhat.com