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An die 50 Millionen Facebook-Nutzer sind von einem breit angelegten Cyber-Angriff auf das weltgrösste Soziale Netzwerk betroffen. Laut Facebook-Chef Mark Zuckerberg nutzten die Hacker eine Sicherheitslücke in der Funktion aus, mit der Facebook-Mitglieder sich ihr Profil aus der Sicht anderer Nutzer anzeigen lassen können. Das Problem sei am Dienstag dieser Woche erkannt und gestern Abend behoben worden.

Die Schwachstelle erlaubte es den Angreifern demnach, die sogenannten Token zu übernehmen - eine Art Langzeitschlüssel, der auf einem Gerät gespeichert wird. Damit kann ein Nutzer schnell in sein Profil reinkommen, ohne jedes Mal ein Passwort eingeben zu müssen. Facebook stellte fest, dass rund 50 Millionen dieser Token gestohlen wurden. Theoretisch könnten sich die Angreifer damit vollen Zugang zu den betroffenen Profilen verschaffen. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass private Nachrichten der Nutzer abgerufen worden seien, sagte Zuckerberg in einer eilig einberufenen Telefonkonferenz. "Wir wissen nicht, wer hinter dieser Attacke steckt", räumte er ein.

Das Unternehmen nehme den Vorfall „sehr ernst“ und habe die Justiz eingeschaltet. Auch die Bundespolizei FBI ist demnach mit dem Fall befasst. Die Attacke kommt zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt für das Online-Netzwerk, das noch mit den Auswirkungen des Datenskandals um Cambridge Analytica zu kämpfen hat. Zudem versucht Facebook gerade mit grössten Anstrengungen, die Plattform vor den wichtigen Kongress-Wahlen in den USA im November abzusichern. Facebook müsse neue Werkzeuge entwickeln, um solche Vorfälle zu verhindern, erklärte Zuckerberg weiters.



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