Die IFA startet optimistisch in ihre nächste Ausgabe. Mehr als 1.800 Aussteller werden ab Freitag ihre neuesten Produkte rund um den Berliner Funkturm präsentieren. Die IFA sei das "Smart Home" für die digitale Welt, sagte der Chef der Messe Berlin, Christian Göke. Keine andere Messe sei so international und gebe dem Markt so viele Impulse wie die IFA. Auch der Bitkom sieht Künstliche Intelligenz und smarte Lautsprecher als die grössten Trends. Gemeinsam mit dem Beratungshaus Deloitte stellte der Digitalverband die Ergebnisse einer Studie vor. Demnach besitzen bereits 13 Prozent der Menschen in Deutschland einen smarten Lautsprecher wie Amazons Echo, Google Home oder einen Homepod von Apple.

Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) kann sich demnach vorstellen, künftig per Sprache Geräte zu bedienen. Aktuell steuern 37 Prozent der Nutzer ihre Smart-Home-Anwendungen mit der Stimme. Das Smartphone liegt als Steuerzentrale allerdings noch weit vorn: Handy oder Tablet nutzen 76 Prozent der Nutzer für die Steuerung ihrer vernetzten Geräte zu Hause. Entscheidend für den Erfolg von Sprachassistenten werde ein grosses Angebot an Anwendungen sowie die Vernetzung mit anderen smarten Geräten sein, sagte Meinecke. Zahlreiche Hersteller entsprechender Lösungen setzen bereits auf die offenen Plattformen von Amazon oder den Google Assistant und machen darüber die Steuerung per Sprache möglich.

Als weiteren Trend sehen die Marktbeobachter Anwendungen für Augmented Reality (AR), übersetzt etwa erweiterte Realität. Entsprechende Smartphone-Apps, bei denen virtuelle Gegenstände auf dem Bildschirm in die reale Umgebung integriert werden, sprössen derzeit aus dem Boden, sagte Klaus Böhm vom Beratungshaus Deloitte. Nicht nur Spiele treiben das Thema an, sondern auch Anwendungen für Lerninhalte, der Einsatz beim Einkaufen und in der Werbung sowie für die Navigation. Eng auch mit der Sprachsteuerung verknüpft wird künftig auch Künstliche Intelligenz zu den Megatrends gehören, sagte Göke. Noch vor wenigen Jahren habe sich KI wie etwas für Aliens angehört, heute sei sie über das Smartphone bereits in allen Haushalten präsent.

Nach zwei Pressetagen öffnet die IFA am Freitag ihre Tore für alle Besucher. Im vergangenen Jahr zählten die Veranstalter rund 230.000 Besucher.



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