SAP im Steigflug dank Cloud-Geschäft

Der Walldorfer Softwarekonzern SAP hat im zweiten Quartal dank eines guten Cloud-Geschäfts kräftig zugelegt und sich erneut höhere Ziele für das Gesamtjahr gesetzt. 2018 soll der Umsatz währungsbereinigt um 6 bis 7,5 Prozent steigen und zwischen 24,975 und 25,3 Mrd. Euro liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. SAP hatte im April die Prognose angehoben und damals Erlöse zwischen 24,8 und 25,3 Mrd. Euro angekündigt. Auch beim Betriebsergebnis legen die Deutschen die Latte noch etwas höher: Es soll jetzt zwischen 7,4 und 7,5 Mrd. Euro betragen; zuletzt waren 7,35 bis 7,5 Mrd.

Cloud-Geschäfte beflügeln IBM

Der weltgrösste IT-Dienstleister IBM hat Gewinn und Umsatz dank seiner Geschäfte mit Sicherheitssoftware und Cloud-Computing gesteigert: Für das zweite Quartal wies der Konzern am Mittwoch einen Umsatzanstieg von fast vier Prozent auf 20 Milliarden Dollar aus. Mehr als die Hälfte der Erlöse machen neue Geschäftsfelder aus wie Datenanalysen und Cyber-Sicherheit. Hier stiegen die Erlöse um 15 Prozent.

Ebay senkt Jahresprognose

Ebay streicht seine Jahresprognose zusammen: Nach hohen Ausgaben für Werbung und die Entwicklung attraktiverer Internetseiten nimmt der Online-Händler nur noch Umsätze von 10,75 bis 10,85 Milliarden Dollar ins Visier. Bisher hatte sich der Amazon-Rivale 10,9 bis 11,1 Milliarden Dollar zugetraut.

Stellenabbau drückt Ericsson tiefer in die Verlustzone

Restrukturierungskosten haben den kriselnden schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson im zweiten Quartal wieder tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Operativ jedoch machte das Unternehmen Fortschritte, wie Ericsson am Mittwoch in Stockholm mitteilte. Das Sparprogramm mache sich zunehmend positiv in der Profitabilität bemerkbar, erklärte Vorstandsvorsitzender Börje Ekholm. Die von Analysten viel beachtete Bruttomarge konnte Ericsson verbessern, auch der Umsatzschwund konnte weiter aufgehalten werden. Die Zahlen fielen besser aus als von Experten erwartet.

Deutschland: Scout24 kauft Vergleichsportal Finanzcheck.de

In Deutschland übernimmt die Internet-Kleinanzeigenbörse Scout24 den Konsumkredit-Vermittler Finanzcheck.de. Der Münchner Betreiber der Portale autoscout24.de und immobilienscout24.de zahlt für das sechs Jahre alte Vergleichsportal 285 Millionen Euro. Das Geld geht an die Finanzcheck-Gründer und mehrere Start-up-Investoren. Scout24 verspricht sich davon vor allem einen Schub für die Vermittlung von Autokrediten über seine Plattform autoscout24.de. Dort arbeitet die Firma bereits mit Finanzcheck.de zusammen, allerdings nicht in grossem Stil.

TI-Chef Brian Crutcher muss nach nur sechs Wochen im Amt den Hut nehmen

Nach nur sechs Wochen im Amt ist der Chef des US-Chipkonzerns Texas Instruments, Brian Crutcher, überraschend zurückgetreten. Grund seien „Verstösse gegen den Verhaltenskodex“, hat das Unternehmen mit Sitz im texanischen Dallas dazu bekannt gegeben. Sie stünden in Zusammenhang mit dem persönlichen Benehmen Crutchers. Sie hätten aber nichts mit dem operativen Geschäft oder den Bilanzen zu tun.

Schwaches Wachstum lässt Netflix-Aktie abstürzen

Der Online-Videodienst Netflix ist im zweiten Quartal nicht so stark gewachsen wie erwartet – Anleger reagierten enttäuscht. Im US-Heimatmarkt kamen 670.000 neue Nutzer hinzu, international 4,47 Millionen, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten und auch Netflix selbst hatten die Prognosen allerdings noch eine Million höher angesetzt, das Unternehmen blieb somit also weit unter den eigenen Erwartungen.

Die umsatzstärksten Schweizer Onlineshops und digitalen Vertriebsplattformen 2018

Die umsatzstärksten B2C-Online-Shops der Schweiz (Tabelle: Carpathia)

Die in Zürich domizilierte Carpathia hat erneut ein Ranking der umsatzstärksten Onlineshops und digitalen Vertriebsplattformen der Schweiz zusammengestellt. Die Nummer eins unter den Online-Shops ist demnach weiterhin Digitec, jedoch nur noch knapp vor Zalando, Amazon.de, Nespresso und Brack. Das Ranking wartet jedoch noch mit zusätzlichen Überraschungen auf und zeigt deutlich, wie stark der E-Commerce in der Schweiz erneut gewachsen ist und wie die Schweizer Bevölkerung zunehmend online einkauft.

Broadcom will Softwarekonzern CA übernehmen

Nach der gescheiterten Übernahme des Rivalen Qualcomm will der Chip-Hersteller Broadcom nun den Softwarekonzern CA Technologies schlucken. Sie hätten sich auf einen Kaufpreis von 44,5 Dollar pro Aktie in bar geeinigt, teilten die US-Unternehmen mit. Damit würde Broadcom insgesamt 18,9 Milliarden Dollar zahlen. Der Konzern ist bereit, sich den Zukauf einiges kosten zu lassen – das Angebot liegt nach eigenen Angaben 20 Prozent über dem jüngsten Schlusskurs der Aktie.

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