Wirtschaft

Schwaches Wachstum lässt Netflix-Aktie abstürzen

Der Online-Videodienst Netflix ist im zweiten Quartal nicht so stark gewachsen wie erwartet – Anleger reagierten enttäuscht. Im US-Heimatmarkt kamen 670.000 neue Nutzer hinzu, international 4,47 Millionen, wie das Unternehmen mitteilte. Analysten und auch Netflix selbst hatten die Prognosen allerdings noch eine Million höher angesetzt, das Unternehmen blieb somit also weit unter den eigenen Erwartungen.

Helvetia investiert weiter in Münchner Security-Startup Blue-ID

Der Schweizer Versicherungsriese Helvetia mit Holding-Sitz in St. Gallen pumpt über seine Investmenttochter, den Helvetia Venture Fund, erneut Geld in das Münchner IT-Security-Startup Blue-ID. Das Startup ist auf zertifizierte Produkte für die digitale Verwaltung und Berechtigung von Zutritts- und Schliesssystemen fokussiert.

Die umsatzstärksten Schweizer Onlineshops und digitalen Vertriebsplattformen 2018

Die umsatzstärksten B2C-Online-Shops der Schweiz (Tabelle: Carpathia)

Die in Zürich domizilierte Carpathia hat erneut ein Ranking der umsatzstärksten Onlineshops und digitalen Vertriebsplattformen der Schweiz zusammengestellt. Die Nummer eins unter den Online-Shops ist demnach weiterhin Digitec, jedoch nur noch knapp vor Zalando, Amazon.de, Nespresso und Brack. Das Ranking wartet jedoch noch mit zusätzlichen Überraschungen auf und zeigt deutlich, wie stark der E-Commerce in der Schweiz erneut gewachsen ist und wie die Schweizer Bevölkerung zunehmend online einkauft.

Broadcom will Softwarekonzern CA übernehmen

Nach der gescheiterten Übernahme des Rivalen Qualcomm will der Chip-Hersteller Broadcom nun den Softwarekonzern CA Technologies schlucken. Sie hätten sich auf einen Kaufpreis von 44,5 Dollar pro Aktie in bar geeinigt, teilten die US-Unternehmen mit. Damit würde Broadcom insgesamt 18,9 Milliarden Dollar zahlen. Der Konzern ist bereit, sich den Zukauf einiges kosten zu lassen – das Angebot liegt nach eigenen Angaben 20 Prozent über dem jüngsten Schlusskurs der Aktie.

Bechtle will Inmac Wstore übernehmen

Die IT-Systemhaus- und -Handelskette Bechtle will den französischen IT-Anbieter Inmac Wstore übernehmen. Eine entsprechende Vereinbarung ist heute unterzeichnet worden. Vor dem endgültigen Abschluss des Kaufvertrags muss noch die Arbeitnehmervertretung angehört werden, wie es das französische Recht vorsieht. Die Akquisition steht zudem unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen französischen Behörden. Es wäre die grösste Übernahme der Bechtle Geschichte. Inmac Wstore verzeichnete 2017 einen Umsatz von rund 420 Millionen Euro und beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter.

SAP weitet Partnerschaft mit Thomson Reuters aus

Der deutsche Software-Konzern SAP mit Sitz in Walldorf und der kanadische Informations- und Datenanbieter Thomson Reuters vertiefen ihre Partnerschaften beim Thema Wechselkurse: Künftig könnten SAP-Kunden grenzüberschreitende Geschäfte mit unterschiedlichen Währungen mit Hilfe der Daten von Thomson Reuters jederzeit genauer berechnen, wie SAP mitteilte.

Softbank stockt Beteiligung an Yahoo Japan auf

Die Investmentfirma Altaba veräussert rund ein Drittel ihrer Beteiligung am Internetdienstleister Yahoo Japan an den japanischen Technologiekonzern Softbank. Für das Aktienpaket zahle Softbank rund zwei Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Mit der Transaktion falle der Anteil Altabas (ehemals Yahoo) an Yahoo Japan auf 23,94 Prozent von 34,73 Prozent. Yahoo Japan ist ein Joint Venture von Altaba und Softbank. Yahoo Japan werde dann wiederum Aktien von Softbank zurückkaufen.

Verkaufs-Gerüchte befeuern Groupon-Aktie

Logo: Groupon

Spekulationen über einen möglichen Verkauf haben am Montag im vorbörslichen US-Handel Groupon in die Höhe getrieben. Die Aktien des Schnäppchenportals stiegen um etwa elf Prozent. Der US-Tech-Blog "Recode" berichtete unter Berufung auf Insider, Manager des Unternehmens und Banker im Auftrag von Groupon hätten zuletzt versucht, Interesse bei verschiedenen Unternehmen zu wecken.

Paypal plant ausgedehntere Einkaufstour

Der US-Online-Bezahldienst Paypal strebt milliardenschwere Zukäufe an: "Wir haben eine sehr gesunde Bilanz und wir werden diese einsetzen, um weitere Unternehmen zu kaufen", sagte Paypal-Chef Dan Schulman in einem Interview mit dem "Handelsblatt". Jährlich wolle der US-Konzern dafür 1 bis 3 Mrd. Dollar ausgeben. "Ich würde nicht ausschliessen, dass wir auch einen grösseren Deal angehen, wenn es strategisch und finanziell passt." Paypal sei aber nicht darauf angewiesen.