Amazon drängt nun auch noch ins Kinogeschäft hinein

Der US-amerikanische Online-Versandhandelsriese Amazon soll sich mit dem Gedanken spielen, die US-Kinokette Landmark Theatres zu erwerben. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, befinde sich Amazon in diesbezüglichen Gesprächen mit der Gesellschaft der beiden Milliardäre Mark Cuban und Todd Wagner, denen die Kette gehört.

Nvidia mit gesteigertem Umsatz aber vorsichtigem Ausblick

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig: Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar, plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen mit. Zwar schnitt Nvidia im zweiten Quartal besser ab als gedacht. Der zurückhaltende Ausblick drückte die Aktie nachbörslich aber bis zu sechs Prozent ins Minus.

Lenovo im Aufwind

Der chinesische PC-Hersteller Lenovo hat im Frühjahr deutlich mehr Umsatz erwirtschaftet und ist in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Die Erlöse seien im ersten Geschäftsquartal (per Ende Juni) um 19 Prozent auf 11,91 Mrd. Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen am gestrigen Donnerstag in Hongkong mit.

Wirecard erhöht erneut Gewinnprognose

Der deutsche Zahlungsdienstleister Wirecard hat nach einem starken zweiten Quartal seine Ergebnisprognose erneut erhöht: Weil das Unternehmen weiter vom Online-Shoppingboom profitiert, erwartet das Management nun beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im laufenden Jahr einen Wert zwischen 530 und 560 Mio. Euro, teilte das Tec Dax-Schwergewicht mit. Im zweiten Quartal wuchs der Konzerngewinn um 47 Prozent auf 82,4 Mio. Euro.

Uber noch immer in tiefroten Zahlen verhaftet

Der US-amerikanische Online-Fahrdienstvermittler Uber konnte seine Verluste im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres zwar um 19 Prozent eindämmen, ist jedoch noch immer meilenweit von der Gewinnzone entfernt. Konkret beträgt das Minus noch immer satte 891 Millionen Dollar, derweil sich die Firma auf einen Börsengang im kommenden Jahr vorbereitet.

Cisco mit positivem Ausblick

Netzwerk-Spezialist Cisco hat mit seinem Ausblick auf das erste Quartal den Markt und die Experten überrascht: Für das erste Quartal stellte der Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss in San Jose ein Umsatzwachstum zwischen 5 und 7 Prozent in Aussicht. Von Bloomberg befragte Experten waren zuletzt im Schnitt nur von 3,7 Prozent ausgegangen. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll dann bei 70 bis 72 US-Cent landen. Auch hier hatten die Experten weniger erwartet. Nachbörslich legten die Aktien um mehr als drei Prozent zu.

Tencent mit Gewinnrückgang

Behördliche Beschränkungen rund um Smartphone-Spiele haben dem chinesischen Technologiekonzern Tencent den ersten Gewinnrückgang seit mindestens zehn Jahren eingebrockt. Beim Betreiber des chinesischen Whatsapp-Rivalen Wechat fiel der auf die Aktionäre entfallende Gewinn im zweiten Quartal um 2 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro, wie das Unternehmen in Hongkong mitteilte. Das erwischte Investoren auf dem falschen Fuss, die Aktie rauschte im Frankfurter Handel um mehr als 10 Prozent ab.

SAP macht mehr Umsatz mit der Cloud als mit traditioneller Software

Europas grösster Softwarekonzern SAP wird heuer erstmals mehr Umsatz mit Mietsoftware aus der Cloud als mit traditionellen Software-Lizenzen machen. Das sagte der Chef von SAP, Bill McDermott, in einem Interview mit dem Portal "The Information". "Viele Leute dachten nicht, dass SAP ein Marktführer in der Cloud sein könne und gingen davon aus, dass wir uns diesem Trend widersetzen würden. Stattdessen sind wir voll eingestiegen und haben in Richtung Cloud gedrängt", sagte McDermott, der seit 2010 an der Spitze von SAP steht und seit 2014 als alleiniger CEO amtiert.

Software-Entwickler Allgeier übernimmt Iquest

Die Allgeier SE aus München hat die internationale Iquest Group übernommen, um seine Position als internationaler Softwareentwickler auszubauen. Ein entsprechender Kaufvertrag, dessen Höhe nach der Mitteilung des Unternehmens im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen soll, sei unterzeichnet worden. Die Kartellfreigabe in Deutschland stehe noch aus, hiess es.

Foxconn mit Gewinnrückgang

Die weltweit schwächelnde Nachfrage nach Smartphones setzt dem Apple-Zulieferer Foxconn zu: Der Gewinn fiel überraschend um 2,3 Prozent auf 17,49 Mrd. taiwanesische Dollar (rund 497 Mio. Euro), teilte der Auftragsfertiger mit. Analysten hatten im Schnitt mit mehr als 620 Millionen Euro gerechnet. Der bereits zweite Rückgang in Folge überraschte vor allem im Vergleich zur Apple-Bilanz. Dem wertvollsten Technologiekonzern der Welt gelang im abgelaufenen Quartal ein Gewinnsprung von 32 Prozent auf umgerechnet 10 Mrd. Euro.

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