Paypal kündigt Sonderbelastungen wegen gefloppter Investments an

Paypal muss hohen Abschreiber wegstecken (Bild: Paypal)

Mit dem Einstieg beim Fahrdienstvermittler Uber hat sich Paypal bisher keinen Gefallen getan: Für das dritte Quartal kündigte der Bezahldienst am Dienstag nach US-Börsenschluss Sonderbelastungen von 228 Millionen Dollar vor Steuern an. Grund ist vor allem, dass Paypal noch kurz vor Ubers enttäuschendem Börsengang im Mai 500 Millionen Dollar durch eine Privatplatzierung dort investiert hatte. Das Timing war angesichts des schweren Stands, den Uber seitdem bei Anlegern hat, ziemlich unglücklich.

AMS könnte Osram-Übernahmebemühen via Tochterfirma fortsetzen

Logo: AMS

Der steirische Chiphersteller AMS könnte die aufgrund der gescheiterten Übernahme des Beleuchtungsspezialisten Osram vorgeschriebene Sperrfrist von zwölf Monaten für einen neuerlichen Versuch umgehen, indem das Unternehmen ein neues Übernahmeangebot über eine andere Tochterfirma laufen liese. Dass dies möglich wäre, bestätigte die deutsche Finanzaufsicht.

Wirecard schraubt Ziele deutlich hoch

Wirecard hebt Ziele massiv an (Bild: Wirecard)

Das deutsche Zahlungsdienstleistungsunternehmen Wirecard mit Sitz in Aschheim bei München hat seine mittelfristigen Umsatz- und Gewinnziele wie erwartet erneut deutlich nach oben geschraubt, nicht zuletzt aufgrund der Kooperation mit der Softbank. Neu rechnet der auf den elektronischen Zahlungsverkehr fokussierte Dax-Konzern nun im Jahr 2025 mit markant mehr Umsatz und Gewinn als bisher prognostiziert.

Gewinn von Samsung bricht um 56 Prozent ein

Bild: Unsplash.com/ Kote Puerto

Gesunkene Preise am Markt für Speicherchips liessen den Gewinn des südkoreanischen Elektronikriesen Samsung hat im dritten Quartal des laufenden Fiskaljahres stark einbrechen. Konkret fiell der Betriebsgewinn von Juli bis September um 56 Prozent auf 7,7 Billionen Won (rund 6,4 Milliarden Schweizer Franken), wie der weltweit grösste Halbleiter-Hersteller nach ersten Berechnungen wissen lässt. Ein Jahr zuvor stand noch ein Rekordgewinn von 17,6 Billionen Won (14,62 Mrd. Schweizer Franken) zu Buche.

Merck bringt Versum-Übernahme unter Dach und Fach

Merck-Zentrale in Darmstadt (Pyramide 2014 abgerissen), Foto: Armin Kübelbeck/ CC-BY-SA-Wikimedia Commons)

Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck hat einen der grössten Zukäufe seiner Unternehmensgeschichte unter Dach und Fach gebracht: Die 5,8 Milliarden Euro schwere Übernahme des US-Konzerns Versum sei nach der jüngst erteilten Genehmigung durch die chinesische Kartellbehörde abgeschlossen worden, teilte der Dax-Konzern mit. Versum stellt Prozesschemikalien, Gase und Ausrüstungen für die Chipfertigung her.

Schweizer SAP-Beratungshaus Retailsolutions verstärkt sich in Grossbritannien

Michael Niestroy, Managing Partner UK und Nordics von Retailsolutions (Bild: zVg)

Das auf den Einzelhandel in Europa fokussierte SAP-Beratungshaus Retailsolutions mit Hauptsitz im innerschweizerischen Zug hat den SAP-Bereich der britischen PCMS Group übernommen. Durch den Transfer vom Hersteller einer Point-of-Sale-Lösung für den Einzelhandel zu Retailsolutions erhöht das Unternehmen in Grossbritannien nicht nur die Belegschaft auf einen Schlag auf 40 Mitarbeitende.

AMS mit Osram-Übernahme gescheitert

AMS muss Osram-Übernahme vorerst abschminken (Bild: AMS)

Der obersteirischen Chip-Entwicklerin AMS ist es nicht gelungen, genügend Osram-Aktionäre von ihrem 4,5 Milliarden Euro schweren Angebot zu überzeugen. Daher ist die Übernahme des Münchner Lichtkonzerns Osram vorerst gescheitert. Die Mindestannahmeschwelle von 62,5 Prozent, die sich AMS selbst vorgegeben hatte, sei nicht erreicht worden, liess das an der Schweizer Börse kotierte österreichische Unternehmen verlauten.

Amazon schröpft unabängige Verkäufer

Amazon-Paket: Verkäufer werden geschröpft (Foto: Archiv)

Der US-amereikanische Online-Versandhandelsriese Amazon berechnet unabhängigen Verkäufern auf seiner Plattform monatlich bis zu 5.000 Dollar (etwa 4.500 Euro), um beim Kundenservice mit echten Menschen statt Bots zu sprechen. Wenn die eigenständigen Anbieter laut der "Washington Post" die Gebühr nicht bezahlen, sind sie Problemen wie Hackerangriffen oft völlig ausgeliefert.

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