Streaming: Dienst-Flut dürfte Piraterie ankurbeln

Legales VPN: Ein Rezept gegen hohe Abo-Kosten (Foto: Madskip, unsplash.com)

Steigt die Zahl der Streaming-Dienste weiter, so könnte sich die Zahl der Piraten in Grossbritannien womöglich mehr als verdoppeln. Darauf deutet eine Nutzerbefragung des britische Breitband-Vergleichsanbieters Broadband Genie hin. Denn Anwender stören sich daran, verschiedene Apps nutzen zu müssen. Auch die Unklarheit darüber, was denn wo läuft, sei ein Grund. Ausschlaggebender Faktor aber, warum die Piraterie wieder zunehmen dürfte, ist das liebe Geld: Viele wollen einfach nicht allzu tief in die Tasche greifen, um alles zu sehen, was sie interessiert - aber ein VPN wäre meist drin.

Logitech übernimmt US-Streaming-Spezialistin Streamlabs

Logitech verstärkt sich im Streaming-Bereich (Logo: Logitech)

Die schweizerisch-amerikanische Computerzubehör-Anbieterin Logitech hat in den USA das auf Streaming-Lösungen ausgerichtete Unternehmen Streamlabs übernommen. Mit dem Zukauf wolle man vor allem das Gaming-Geschäft stärken, teilt Logitech dazu mit. Logitech legt für Streamlabs je nach Geschäftsentwicklung rund 120 Millionen US-Dollar auf den Tisch. Etwa 89 Millionen davor werden in bar beglichen, weitere 29 Millionen in Logitech-Aktien, sofern Streamlabs gewisse Ziele erreicht.

Musikpiraterie auf dem absteigenden Ast

Illegale Musik-Downloads nehmen sukzessive ab (Bild: Fotolia)

Musikpiraterie ist am absteigenden Ast: Dies geht aus dem Jahresbericht des Weltverbands der Musikindustrie (IFPI) hervor. Demnach gaben 27 Prozent der 34.000 im April bis Mai Befragten im Alter zwischen 16-64 Jahren an, im Monat zuvor zumindest einmal auf illegale Weise Musik bezogen zu haben. 2018 waren es noch 38 Prozent. 23 Prozent setzten heuer auf Stream-Ripping. Dabei werden Streaming-Inhalte, die nicht für das lokale Speichern vorgesehen sind, heruntergeladen. Klassisches Beispiel: Die Musik von Youtube runterziehen. 2018 verwendeten noch 32 Prozent diese illegale Methode.

Netflix verliert mit Klassikern auch Kunden

Netflix: ohne Klassiker kein Abo (Foto: unsplash.com, Freestocks)

Fast die Hälfte der Netflix-Anwender in den USA kündigen ihr Abonnement, sobald Klassiker wie "Friends" oder "The Office" nicht mehr auf der Plattform sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Marktforschungsfirma Horowitz Research. Sowohl "Friends" als auch "The Office" werden demnächst von Netflix entfernt, da das Unternehmen die Streaming-Rechte nicht mehr hat.

Mit NBC begibt sich ein weiterer Streamingdienst in die Startlöcher

Bild: Pixabay/ TruncheonM

Mit der NBC Universal Group hat heute in den Vereinigten Staaten ein weiteres Unternehmen einen eigenen Streamingdienst angekündigt. Gemäss NBC-Angaben soll der als "Peacock" bezeichnete Service 2020 starten und sich damit in die mittlerweile lange Liste der Konkurrenten zu Netflix einreihen.

Apple gibt Details zu neuem Streamingdienst bekannt

Apple informiert über neue Produkte (Bild: Wikimedia/ Marlith/ CC)

Der US-IT-Gigant Apple hat im Rahmen seines jährlichen iPhone-Events in Cupertino über Details zum Streamingdienst Apple TV+ informiert. Der Dienst, der im November in den USA starten soll, werde dort knapp fünf US-Dollar monatlich kosten und wäre damit deutlich günstiger als die Konkurrenz. Gratis ist der Dienst für jene Kunden, die jährlich mindestens ein Apple-Gerät kaufen.

Netflix kämpft in den USA mit sinkenden Abozahlen

Netflix verliert in den USA Abonnenten (Bild: Pixabay)

Netflix hat ein Problem: Der Streaminganbieter hat in den USA Abonnenten verloren, gleichzeitig wird die Konkurrenz immer grösser. Bereits im November soll der neue Streamingdienst von Disney starten. Der Mediengigant weist ein über Jahrzehnte angesammeltes Repertoire an populären Inhalten auf. Auch Apple startet bald sein Angebot. Mit Amazon, Hulu, HBO, Sky und Co wird die Zahl der Rivalen nicht kleiner. Netflix fokussiert sich daher auf "Effizienz": Das wichtigste Ziel ist es, Abonnenten zu halten und neue zu gewinnen.

Disney mischt den Streaming-Markt auf

Disney gibt im Streaming-Markt Gas (Symbolbild: Archiv)

Vor zwei Wochen kamen Stimmen auf, dass Netflix gegen die Übermacht von Disney ein kleines Wunder braucht, um weiterhin am Streaming-Markt zu bestehen. Nun untermauert Disney diese Position, wie "The Verge" berichtet. Neben Disney+ für 6,99 US-Dollar im Monat wird demnach ab 12. November in den USA auch ein Paket erhältlich sein. Dieses soll Disney+, Hulu und ESPN+ für 12,99 US-Dollar im Monat anbieten. Also genau für jenen Preis, der bei Netflix das Standard-Abo kostet.

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