PolitikerInnen unterschätzen das Thema Digitalisierung

Digitalisierungsmonitor (Grafik: Swico)

Das Thema Digitalisierung spielt bei vielen PolitikerInnen offenbar noch immer eine untergeordnete Rolle, wie der vom Branchenverband Swico und der Berner Fachhochschule BFH in Zusammenarbeit mit den Universitäten Zürich und Genf erstellte Digitalisierungsmonitor belegt. Zwar haben 3571 der Kandidaten für die anstehenden Wahlen ihr Smartvote-Profil erstellt, aber nur 18 Prozent aller Kandidierenden (828 von Total 4596) für ein Nationalratsmandat haben auf Smartvote die Zusatzumfragen zu Digitalisierungsthemen ausgefüllt.

ICTswitzerland gibt Wahlempfehlung für "mehr Digital-Knowhow in der Politik"

Digitalbild: Sumup

Bei den Parlamentswahlen am 20. Oktober werden die politischen Weichen für die kommenden vier Jahre gestellt. ICTswitzerland, der Dachverband der ICT-Wirtschaft, gibt sich davon überzeugt, dass es auf dem politischen Parkett zukünftig mehr ICT-Knowhow und Verständnis für die Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung brauche und empfiehlt deshalb Parlamentarier zur Wahl, welche sich aktiv in den Leitungsgremien der Fachverbände der ICT-Wirtschaft und parlamentarischen Gruppen für die ICT-Agenden engagieren.

Finanzministertreffen Frankreichs und der USA zur "Gafa"-Steuer

Symbolbild: iStock

Der französische Finanzminister Bruno Le Maire und sein Amtskollege aus den USA, Steven Mnuchin, treffen sich am heutigen Dienstag in Washington zu Gesprächen über die französische Digitalsteuer für Internetkonzerne. Es gehe um eine "Fortsetzung der Diskussion" über die sogenannte "Gafa-Steuer", hiess es aus dem französischen Ministerium. Le Maire und Mnuchin hatten bereits vor rund einer Woche im Umfeld des G-7-Gipfels in Biarritz über den Konflikt beraten.

US-Cyberattacke legte Kommunikationsnetze der Iranischen Revolutionsgarden lahm

Die USA führten eine Cyberattacke gegen den Iran aus (Symbolbild: Archiv)

Die USA haben in der "Tankerkrise" laut einem Medienbericht militärische Computersysteme des Irans mit einer Cyberattacke lahmgelegt. Der Angriff auf Kommunikationsnetze der Iranischen Revolutionsgarden sei bereits am 20. Juni erfolgt, berichtete die "New York Times". Mit der Cyberattacke habe die US-Regierung iranische Angriffe auf den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormuz verhindern wollen. Nach Angaben der Zeitung arbeitet der Iran noch immer daran, seine digitale Infrastruktur vollständig wiederherzustellen.

Seehofer befürwortet erweiterte Vorratsdatenspeicherung

Horst Seehofer (Foto:Ralf Roletschek / Roletschek.at)

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer (CSU) will Anfang September einen Bericht zur Neuaufstellung der deutschen Sicherheitsbehörden im Kampf gegen den Rechtsextremismus vorlegen. Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) habe einen ersten Entwurf vorgelegt, erklärte ein Sprecher Seehofers in Berlin. Ein gemeinsamer Bericht werde derzeit von BKA und dem Bundesamt für Verfassungsschutz abgestimmt.

Wikileaks-Gründer Julian Assange von Briten zu einem Jahr Knast verdonnert

In London verurteilt: Julian Assange (Bild: Wikipedia/David Silvers/ CCO)

Weil er gegen seine Kautionsauflagen verstossen habe, ist der Wikileaksgründere Julian Assange heute in England zu 50 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Das Strafmass ist von einem Gericht in London verkündet worden. Mit seiner 2012 erfolgten Flucht in die Botschaft Ecuadors habe sich der mittlerweile 47-Jährige den Auflagen entzogen, so der Vorwurf der britischen Justiz.

EU-Parlament gibt grünes Licht für umstrittene Copyrightreform

Symbolbild: Pixabay/Geralt/CCO

Das EU-Parlament hat sich heute für die Annahme der umstrittenen Urheberrechtsreform entschieden. 348 Abgeordnete stimmten für die Reform, 274 dagegen. Fast wäre es noch zu einer Abstimmung über Änderungsanträge gekommen – mit nur fünf Stimmen wurde dieser Vorschlag jedoch abgelehnt.

EU-Parlament stimmt heute über umstrittene Urheberrechts-Reform ab

Urheberrecht: Das EU-Parlament stimmt ab (Symbolbild: Pixabay/Geralt)

Das Europaparlament in Strassburg stimmt am heutigen Dienstag über die umstrittene Reform des Urheberrechts ab. Sie sieht ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger in Artikel 11 und die Einführung sogenannter Upload-Filter in Artikel 13 der Richtlinie vor. Sozialdemokraten, Liberale und Grüne wollen gegen die Reform stimmen.

Iranischer Kommunikationsminister matched sich mit Klerus wegen Internetzensur

Symbolbild: Pixabay/Geralt/CCO

Im Zusammenhang mit der Internetzensur im Iran hat sich der iranische Kommunikationsminister erneut mit dem Klerus und den Hardlinern des Landes angelegt. "Manche sind der Meinung, dass man für ideologische Unabhängigkeit den Kontakt zur Aussenwelt abbrechen sollte", sagte Mohammad-Javad Azari Jahromi in der Tageszeitung "Hamshahri". Dies sei aber falsch. Die negative Seiten des Internets könnten zwar definitiv nicht bestritten werden, aber die Lösung sei "nicht, Mauern um das Land zu bauen und alles zu sperren, sondern mehr Toleranz aufzubringen", so der Minister.

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