Lithium kostengünstig aus Spodumen gewonnen

Spodumen: MIT-Forscher gewinnen Lithium daraus kostengünstig (Bild: mit.edu)

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) wollen das für Smartphones, Laptops, E-Autos und Co wichtige Lithium künftig kostengünstig aus Spodumen gewinnen. Das Hartgestein kommt in Dutzenden Ländern vor, in den USA beispielsweise, aber auch im DACH-Raum. Spodumen wird bereits in China genutzt, um das darin enthaltene Lithium zu gewinnen, doch der dort genutzte Prozess ist extrem energieaufwendig, Das Gestein wird bei 1.000 Grad Celsius geschmolzen, um die Bestandteile zu separieren.

Giftabfall zur Gewinnung von Lithium nutzbar

Salzsee: Regionen wie diese werden nun zu Quellen von Lithium (Foto: Julian Hacker, pixabay.com)

Mithilfe giftiger Rückstände aus der Wasseraufbereitung gewinnen Forscher um James Tour und Yi Cheng von der Rice University Lithium weitaus umweltverträglicher als mit dem üblichen zerstörerischen Bergbauverfahren. Als Lithiumquelle nutzen die beiden Chemiker Salzseen und Sole bei der Nutzung von Erdwärme aus der Tiefe. Beide enthalten in vielen Fällen Metall-Ionen, darunter Lithium, das daraus bisher nur mit hohem Aufwand gewonnen werden kann.

Lithium aus dem elektrochemischen Reaktor

Prinzipskizze des Reaktors zur Lithiumgewinnung (Grafik: rice.edu)

Forscher der Rice University in Houston (Texas) haben einen elektrochemischen Reaktor entwickelt, in dem sich Lithium nahezu ohne Umweltbelastung gewinnen lässt. Ausgangsmaterial ist Sole, wie sie beispielsweise in Form von heissen Thermalwässern anfällt, die aus grossen Tiefen hochgepumpt werden, um Strom zu erzeugen und Fernwärmenetze zu versorgen. Lithium wird in grossen Mengen vor allem für Batterien in Elektroautos und in tragbarer Elektronik benötigt, etwa in Smartphones und Laptops.

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