Rückblick 23: KI mit Potenzial und Risiken

ChatGPT: weltweiter Hype um kostenloses KI-Tool (Foto: unsplash.com, Rolf van Root)

Ob für Chats, Content-Produktion oder Datenanalysen - Künstliche Intelligenz (KI) hat 2023 eindrucksvoll gezeigt, welches enorme Potenzial in dieser neuen Technologie steckt. Tools wie ChatGPT, die kostenlos angeboten werden und so gut wie jede Frage beantworten können, haben einen weltweiten Hype ausgelöst, der 2023 nicht nur die Medienbranche erfasste. Die zunehmende Nutzung von KI-Systemen bringt aber auch neue Probleme und Risiken mit sich, was kritische Stimmen und damit auch den Ruf nach strengen Regulierungen lauter werden liess.

Gedanken in Wörter und Sätze übertragbar

Proband mit 'Mütze' beim Testen des Gedankenlesegeräts im Labor (Foto: uts.edu.au)

Forscher der University of Technology Sydney können Gedanken lesen und diese in geschriebenen Text übertragen. Diese Technik ermöglicht es Menschen, die wegen einer Krankheit oder Verletzung nicht sprechen können, mit anderen Menschen zu kommunizieren. Auch eine nahtlose Kommunikation mit Maschinen und Robotern sei damit möglich. Das System ist den Forschern nach tragbar und nicht invasiv. Es müssen also keine Elektroden ins Gehirn implantiert werden.

Memes auch im Bildungsbereich einsetzbar

Meme: Kommunikationsform auch im Unterricht einsetzbar (Foto: pixabay.com, OpenClipart-Vectors)

Memes online sehen und richtig verstehen: Dafür pladiert Mary Rice vom College of Education & Human Sciences. Die Expertin erforscht aktuell die Möglichkeiten einer Verknüpfung im Bereich der Bildung. Gerade in Zeiten von sozialen und politischen Unruhen sei es wichtig, dass Schüler die Texte korrekt einordnen und deuten können. Rices Gerüst zur Verbindung von Memes als visuelle und digitale Kompetenz für Lehrer wurde in "English in Education" veröffentlicht.

Podcasts bei immer mehr Managern beliebt

Führungskraft: Podcasts sind für viele sehr attraktiv (Foto: pixabay.com, Silviu on the street)

Entscheidungsträger in der Wirtschaft hören sich häufig Podcasts an, so eine Umfrage der Podcast-Agentur Lower Street und des Content- und Ad-Tech-Unternehmens Content FX unter 511 Verantwortungsträgern in den USA und Grossbritannien. 55 Prozent der Unternehmer und Gründer lauschen den kurzen Episoden. Das gilt auch für 51 Prozent der Führungskräfte und Personen in Führungspositionen. Podcasts bieten sich für Marketer an, um hochrangige Wirtschaftsführer zu erreichen.

Vorurteile beeinflussen KI-Chatbot-Nutzung

KI: Umgang damit hängt entscheidend von Vorabinformationen ab (Bild: Eric Blanton, pixabay.com)

Menschen interagieren mit Agenten der Künstlichen Intelligenz (KI), wie etwa einem Chatbot, unterschiedlich, je nachdem, welche Infos sie zuvor über ihn bekommen haben. Wenn man jemandem sagt, dass ein konversationsfähiger KI-Agent zur Unterstützung der psychischen Gesundheit entweder einfühlsam, neutral oder manipulativ ist, beeinflusst das die Art und Weise, wie er mit ihm kommuniziert und wie stark er dem Agenten vertraut. Das haben Medienwissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Arizona State University herausgefunden.

Deutschland: Viele dürfen Dienst-Handy auch privat nutzen

Telefonat: Viele Angestellte nutzen das Dienstgerät auch privat (Foto: pixabay.com, geralt)

88 Prozent derjenigen, die in Deutschland ein Dienst-Handy haben, dürfen es auch für private Zwecke nutzen. Nicht alle machen davon jedoch Gebrauch: Fast jeder und jede Fünfte (18 Prozent) aus dieser Gruppe verwendet das Dienstgerät trotzdem allein für berufliche Zwecke und lässt die private Kommunikation aussen vor. Das zeigt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 780 Nutzer eines Smartphones.

Deutschland: Erstmals eine Milliarde Kurznachrichten pro Tag

Kurznachrichten steign in Deutschland rapide (Foto: pixabay.com, Azam Kamolov)

In Deutschland werden pro Bürger und Tag im Schnitt 19 Kurznachrichten, per Messenger oder klassische SMS, empfangen, wie eine Erhebung des Berliner Digitalverbands Bitkom zeigt. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren waren es erst 13 Nachrichten - ein Anstieg um knapp die Hälfte (46 Prozent) im Vergleich zu 2021.

Emoji-User verbergen eigenen Gemütszustand

Emojis: Sie gibt es inzwischen für sämtliche Lebenslagen (Foto: Kevin Sanderson, pixabay.com)

Wer anderen auf elektronischem Weg bittere Wahr- oder Unwahrheiten an den Kopf wirft, garniert sie gern mit einem versöhnlich wirkenden Emoji. "Da Online-Sozialisierung immer häufiger wird, haben sich die Menschen daran gewöhnt, ihre Ausdrücke zu verschönern und die Angemessenheit ihrer Kommunikation zu überprüfen", sagt Moyu Liu von der Universität Tokio, die sich wissenschaftlich intensiv mit der Emoji-Vergabe befasst hat. "Mir wurde dabei klar, dass wir dadurch den Kontakt zu unseren authentischen Emotionen verlieren können."

App "Empathic" hilft Nonverbalen im Alltag

MRT: Sprachverlust ist häufig Resultat eines Schlaganfalls (Foto: unsplash.com, Accuray)

Die neue App "Empathic" des irischen Entwicklers Seamlesscare deutet Emotionen bei nonverbaler Kommunikation mithilfe einer Künstlichen Intelligenz (KI). Das Unternehmen nennt Schlaganfallpatienten, Autisten und Opfer einer Gehirnverletzung als mögliche Zielgruppen. Verfügbar ist die Applikation für alle gängigen Betriebssysteme.

UMB führt Freiburgische Verkehrsbetriebe auf neue Kommunikations- und Kollaborationslösung

Zug der TPF (Bild: TPF)

Die innerschweizerische IT-Dienstleisterin UMB mit Sitz in Cham hat bei den Freiburgischen Verkehrsbetrieben (TPF) eine neue Telefonie- und Kollaborationslösung auf Basis von Microsoft Teams eingeführt. Damit verfügten die TPF nun gemäss Mitteilung über eine zentralisierte, einheitliche Cloud-Kommunikationslösung, die eine Vielzahl an Zusammenarbeits-Tools vereine und Entwicklungsperspektiven mit Investitionsschutz biete.

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