Deloitte Studie: Österreich braucht Regeln für das Home-Office

Eine Studie von Deloitte Österreich, Universität Wien und Universität Graz belegt, dass flexibles Arbeiten nicht mehr aus den heimischen Unternehmen wegzudenken ist. Während des Corona-Lockdowns ist die Nutzung von Home-Office rasant angestiegen und viele Menschen wollen dort bleiben. Zahlreiche Unternehmen neigen dazu, ihnen diesen Wunsch zu erfüllen. Dazu braucht es aber klare Regeln und Kommunikation.

Gesundheitscheck für das Home Office

Home Office (Bild: Paige Cody auf Unsplash.com)

Die Massnahmen zur Kontaktbeschränkung aufgrund der Pandemie führten in der ersten Jahreshälfte 2020 weltweit zu einem raschen Anstieg der Telearbeit. In den meisten Fällen waren Unternehmen gezwungen, nach pragmatischen Lösungsansätzen für den Fernzugang zu greifen, um die Produktivität der Mitarbeiter aus dem Home-Office am Laufen zu halten. Kriterien, wie Leistungsfähigkeit und Sicherheit standen dabei vielfach nicht im Vordergrund.

Tipp: Remote-Teams erfolgreiche aus der Distanz managen

Die Koordination und Zusammenarbeit von dezentralisierten Teams sind die größten Stolpersteine beim agilen Arbeiten. Durch eine klare Kommunikation, Organisation und Vorbildwirkung können diese Herausforderungen jedoch überwunden werden. Es gilt, Mitarbeiter an verschiedenen Standorten aktiv in Meetings, Abläufe und Prozesse im Unternehmen einzubinden, weiß Karoline Simonitsch, Expertin für digitale Transformation und CEO von go4health.

Lockdown: Frauen im Home Office benachteiligt

Bild: Paige Cody auf Unsplash

Zur Zeit des Shutdowns waren Familien wegen des Home Office stark gefordert. Erste Studien zur Arbeitsteilung von Eltern im Lockdown, so etwa vom britischen Institute for Fiscal Studies legen dar, dass die Bilanz ziemlich durchzogen ist. So waren es viel häufiger Mütter, die während des Home Office ihre Arbeit unterbrechen mussten, um Haushalt und Kinder zu betreuen.

Österreicher sind im Home-Office zufrieden

Die überwiegende Mehrheit der Österreicher ist mit dem Arbeiten im Home-Office zufrieden. Zwei von drei Teilnehmern an einer Umfrage des Karriereportals Stepstone würden das auch gerne so beibehalten, wobei viele auch die Vorteile beim Arbeiten im Büro sehen. Zu ähnlichen Ergebnissen kam eine Umfrage des Konkurrenten karriere.at, die Mitte Mai durchgeführt wurde.

Home Office eine gute Ergänzung, aber Kontakte fehlen

Kommt bei den meisten gut an: Home Office (Symbolbild: Pixabay/ StockSnap)

Im Zuge der Corona-Krise haben viele Schweizer Arbeitnehmende ihr Büro von der Firma nach Hause verlegt. Eine überwiegende Mehrheit, nämlich vier Fünftel der Arbeitnehmer, die im Zuge einer im Auftrag der Gewerkschaft Syndicom durchgeführten Erhebung durch das Forschungsinstituts GFS.Bern befragt wurden, sind mit dem Homeoffice durchwegs zufrieden. 90 Prozent sind der Meinung, dass das Home Office als Ergänzung zum Arbeiten im Betrieb zugelassen werden sollte. Interviewt wurden insgesamt 1126 Personen, die im März und April mindestens einen Tag im Homeoffice gearbeitet haben.

Das Home-Office hat sich im Schweizer Berufsalltag etabliert

Das Home-Office hat sich in der Krise bewährt (Symbolbild: Pixabay/ Tookapic)

Fast die Hälfte der Schweizer Arbeitnehmer hat am Höhepunkt der Krise von zu Hause aus gearbeitet. Vor Corona hatten lediglich rund 10 Prozent von dieser Arbeitsform Gebrauch gemacht. Jetzt hat sich das Home-Office im Berufsalltag offensichtlich durchgesetzt. Rund die Hälfte möchte auch nach der Krise im Home-Office arbeiten. Unabhängig davon machen sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber gerade viele positive Erfahrungen mit dem Arbeiten von zu Hause.

93 Prozent der Österreicher wollen im Home-Office bleiben, zumindest zeitweise

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie arbeiten viele Menschen erstmals im Home-Office, was nach anfänglichen Schwierigkeiten inzwischen gut funktioniert. 93 Prozent der Österreicher fänden auch nach der Krise Gefallen an dieser Form des Arbeitens, die Zustimmung bei Firmen ist ähnlich hoch, besagt das Ergebnis einer Umfrage des Job-Portals karriere.at.

PWC: So sorgen Unternehmen für mehr Sicherheit im Home-Office

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhousecoopers (PWC) gibt Tipps für mehr Sicherheit im Home-Office, in den sich viele Menschen wegen der Corona-Pandemie befinden und keine bis wenig Erfahrung damit haben. Die landesweite Umstellung auf Heimarbeit wirkt sich auch als drastische Belastung und Gefahrenquelle für die IT-Systeme der Unternehmen aus und erweckt die Aufmerksamkeit von Cyberkriminellen.

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