Keilschriftprinzip vervierfacht Datenspeichervolumen

Keilschrift: Sie inspirierte zu einer neuen Datenspeichertechnik (Foto: flinders.edu.au)

Die vor rund 6.000 Jahren im vorderen Asien erstmals genutzte Keilschrift hat Forscher der Flinders University zur Entwicklung einer neuen Speichertechnik inspiriert. Der Clou: Das Verfahren übertrifft die aktuell technologisch mögliche Datendichte deutlich. Das Prizip ähnelt dem einer Compact Disc, die Philips und Sony zunächst zur Speicherung von Musik entwickelt hat und 1979 auf den Markt brachte.

"Tac-Man" löst Aufgaben ohne Vorwissen

Roboter: 'Tac-Man' verlässt sich auf sein "Gefühl" (Bild: Pete Linforth, pixabay.com)

"Tac-Man" heisst ein neuer Roboter, entwickelt von Zihang Zhao von der Peking-Universität und Kollegen der Queen Mary University of London sowie des Beijing Institute for General Artificial Intelligence, der sich je nach Aufgabenstellung darauf flexibel anpassen kann. Konkret geht es um die Lösung von Aufgaben, ohne diese zuvor explizit geübt zu haben.

Schlaue Memristoren für neues Computing

Neuartiger Memristor im Laboratorium auf dem Prüfstand (Foto: jhu.edu)

Eine neue Art von Transistoren mit Gedächtnis, sogenannte Memristoren, haben Materialwissenschaftler und Elektrotechniker der Johns Hopkins University entwickelt. "Normalerweise geht die elektrische Ladung von Transistoren verloren, wenn sie schalten. Unsere Neuentwicklung passt sich dagegen an die vorherige Ladung an, was auf eine speicherähnliche Funktion hindeutet", so Riley Bond, Doktorand von Howard Katz.

KI simuliert Handbewegungen von Pianisten

Echte Pianistenhände (oben) und deren Simulation (Bilder: The Movement Lab)

Forscher der Stanford University und der dort angesiedelten Ingenieurschule senken dank Künstlicher Intelligenz (KI) das Verletzungsrisiko von Pianisten. Sie haben ein KI-trainiertes Modell entwickelt, das die Handbewegungen nachbildet, die zum Spielen komplizierter Musikstücke erforderlich sind.

Modell schützt Menschen besser vor Blitzen

Feldmühlen-Installation am Grazer Flughafen: einfach wie auch effektiv (Foto: tugraz.at)

Ein Modell von Forschern der Technischen Universität Graz (TU Graz) schützt Menschen vor plötzlich auftretender Blitzschlaggefahr rechtzeitig. Kern des Projekts "Real Time Lightning Risk Assessment" ist ein Netzwerk von sechs elektrischen Feldmühlen im Umkreis von zehn Kilometern um den Flughafen Graz, der durch die dort hohe Gewitterfrequenz und Blitzdichte ein sehr geeigneter Standort für Messungen ist. Die Feldmühle, auch Wilson-Platte genannt, ist ein Gerät zum Messen elektrostatischer Felder im Labor und im Freien.

"Raven": Drohne hüpft und startet wie Raben

Drohne 'Raven' in Aktion: Gerätschaft findet sich überall zurecht (Foto: Alain Herzog, epfl.ch)

Die multifunktionalen Roboterbeine der vogelähnlichen Drohne "Raven" von Forschern der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) ermöglichen es ihr, selbst in Umgebungen, die für geflügelte Drohnen bisher unzugänglich waren, autonom zu landen und zu starten. Zudem kann sich das Gerät in unwegsamem Gelände hüpfend fortbewegen, um die nähere Umgebung zu erkunden. Und natürlich ist Fliegen auch möglich, um grössere Entfernungen zurückzulegen.

3D-Drucker stellt Gewebe und Knochen her

Operateure: Während der OP wird künftig Knochenersatz gedruckt (Foto: pixabay.com)

Ein Team der Pennsylvania State University entwickelt den biokompatiblen 3D-Druck mit einer neuartigen Printing-Technik weiter. Ihre "Druckertinte" besteht aus sogenannten Sphäroiden, also nicht aus einzelnen Zellen, sondern aus ganzen Clustern. Diese lassen sich im Labor züchten. Deren Einsatz verbessert die Präzision und Skalierbarkeit der Gewebeproduktion und beschleunigt sie um das Zehnfache, verglichen mit bisher eingesetzten Techniken, heisst es.

Drohne orientiert sich künftig an den Sternen

Drohne: Sterne weisen Fluggeräten künftig den Weg (Foto: Yongqing Liu, pixabay.com)

Ingenieure der University of South Australia (UniSA) haben einen Algorithmus entwickelt, der anhand einer Reihe von Bildern des Nachthimmels die Position einer Drohne bestimmen kann, ohne dass externe Signale oder Datenverbindungen erforderlich sind. Dass leichtgewichtige kostengünstige System könne in nahezu alle Drohnen integriert werden und biete eine zuverlässige Bestimmung der Position.

"Seekr" beschreibt Blinden das eigene Umfeld

Seekr: Assistent für Sehbehinderte bald in Englisch und Chinesisch verfügbar (Foto: seekr.hk)

Das Hongkonger Startup Vidi Labs hat mit "Seekr" eine Hightech-Orientierungshilfe für Blinde und Sehbehinderte entwickelt, die sprachgestützt aktuell in Englisch und Chinesisch verfügbar ist. Das Gerät ist so gross wie eine Streichholzschachtel und wird vor der Brust getragen. Das Modul ist mit einer Stereokamera, einem Mikroprozessor, einem Akku und einem Bluetooth-Modul ausgestattet, sodass es sich mit einer kostenpflichtigen iOS-/Android-App auf dem Smartphone koppeln lässt.

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