Hydrogel-Roboter reinigt Implantate vor Ort

Hydrogel-Roboter bei der Reinigungsarbeit (Illustration: cuhk.edu.hk)

Forscher der Chinesischen Universität Hongkong (CUHK), der Nanyang Technological University und des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme haben einen Roboter auf Basis eines Hydrogels entwickelt, der Transplantationen für Patienten sicherer macht. Er bekämpft den Biofilm, der sich oft auf Implantaten bildet und mit herkömmlichen Medikamenten nicht entfernt werden kann, sodass eine neue OP nötig ist. Der Biofilm wird von Bakterien gebildet, die für Entzündungen sorgen.

Roboterhund wählt Führungskräfte aus

Hadas Erel (Bild: Reichmann Universität)

Laut Forschern der Reichman Universität um Hadas Erel könnte ein Roboterhund künftig die Personalabteilung zumindest bei der Auswahl von Führungskräften ersetzen. Gemeinsam mit ihrem Doktoranden Elior Carsenti und zwei ihrer Studenten hat die Expertin je zwei Personen gebeten, mit einem Roboterhund als Team zusammenzuarbeiten, um eine Suchaufgabe zu erfüllen. Alle waren anfangs gleichberechtigt, sie wies niemandem formell eine Führungsrolle zu, und sie gab auch keine Anweisungen, wie sie die Verantwortlichkeiten untereinander aufteilen sollten.

Mini-Roboter sendet Ultraschallbilder aus dem Inneren des Körpers

Schematische Darstellung der Diagnose von Darmkrebs (Illustration: leeds.ac.uk)

Ingenieure der University of Leeds haben einen winzigen magnetisch lenkbaren Roboter entwickelt, der 3D-Scans aus dem Inneren des Körpers erstellt und damit die Früherkennung von Krebs ermöglicht. Er fertigt virtuelle Schnittbilder verdächtiger Regionen an, die diejenigen von realen Biopsien ersetzen, bei denen Gewebeproben aus dem Körper entnommen werden, um sie beispielsweise auf Krebs zu untersuchen.

Radiokohlenstoff-Akku kommt ohne Aufladen aus

Nuklearbatterie: Neuentwicklung passt selbst in kleinste Geräte hinein (Foto: dgist.ac.kr)

Batterien, die E-Autos zehntausende Kilometer fahren lassen und Smartphones ein Leben lang mit Strom versorgen, ohne sie aufladen zu müssen: Das verspricht Su-Il In vom südkoreanischen Daegu Gyeongbuk Institute of Science & Technology (DGIST). Der Forscher hat mit seinem Team eine Batterie entwickelt, die den radioaktiven Zerfall des Kohlenstoffisotops 14 (C14) zur Stromerzeugung nutzt.

Superschnelle Computer für KI: ACM Prize für ETH-Forscher Torsten Hoefler

Torsten Hoefler (Bild: D-INFK/ ETH Zürich)

Eine der weltweit wichtigsten Auszeichnungen der Informatik geht an einen ETH-Professor: Torsten Hoefler, Professor für Hochleistungsrechnersysteme und Chefarchitekt für KI und maschinelles Lernen am Swiss National Supercomputing Centre (CSCS), wird der ACM-Prize in Computing 2024 zugesprochen. Hoefler erhält den Preis für seine "grundlegenden Beiträge zum Hochleistungsrechnen und zur laufenden KI-Revolution", schreibt die Association for Computing Machinery (ACM).

Nano-Saphire für bessere Smartphone-Displays

Nano-Saphire: Damit lassen sich Oberflächen veredeln (Foto: utexas.edu)

Forscher der University of Texas in Austin nutzen Nano-Saphire als Film zur Veredelung von Oberflächen wie neuen Smartphone-Displays. Dabei haben sie sich am Vorbild der Natur orientiert, explizit Mottenaugen und Lotosblättern. Bei dem Hightech-Material handelt es sich chemisch gesehen um Aluminiumoxid.

Autonome Autos tauschen künftig Routen aus

Autos tauschen Daten mit allen Verkehrsteilnehmern in Echtzeit aus (Illustration: nasa.gov)

Entwickler des Ames Research Center der US-Raumfahrtbehörde Nasa wollen das sogenannte Data & Reasoning Fabric (DRF) künftig für mehr Sicherheit im Strassenverkehr nutzen, indem alle mobilen und stationären Teilnehmer, also Fahrzeuge, Fussgänger und beispielsweise Verkehrsschilder sowie Ampeln, Daten nach dem DRF-Prinzip miteinander austauschen. Data Fabric ist eine Kombination aus einer Datenarchitektur und speziellen Software-Lösungen, wobei Daten system- und anwendungsübergreifend zentralisiert, verknüpft, verwaltet und gesteuert werden.

Wetterprognosen mit KI um vieles schneller und treffsicherer

Wetterprognosekarte für Europa und Nordafrika: KI deutlich treffsicherer (Bild: ecmwf.int)

Das neue KI-gestützte Wettervorhersagesystem "Aardvark Weather" von Forschern der University of Cambridge mit Unterstützung des Alan Turing Institute liefert genaue Prognosen zehnmal schneller und mit tausendmal weniger Rechenleistung. Mit an der Entwicklung beteiligt waren zudem Microsoft Research und das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage.

Neue Nanotechnik lässt LEDs länger leuchten

Schematische Darstellung der wärmeabstrahlenden Laterne (Illustration Ivan Gromicho, kaust.edu.sa)

Forscher der King Abdullah University of Science and Technology (Kaust) und der Forschungseinrichtung King Abdulaziz City for Science and Technology verleihen LEDs durch beschichtete Nano-Wärmemodifikation eine längere Haltbarkeit. Zwar haben die Experten den Anteil an nutzloser Wärme nicht verringert, doch diese nun besser abtransportiert. Das schont die Elektronik.

Eine Toolbox für die Quantenforschung: Quantenspin-Modell aus Nanographen-Molekülen

Molekulare Lego-Steine: Für die homogene Heisenberg-Kette verwendeten die Forschenden das Nanographen-Molekül Olympicen, das aus fünf Kohlenstoffringen besteht. Bild: Empa

Empa-Forschende des "Nanotech@surfaces"-Labors haben ein weiteres fundamentales theoretisches Modell aus der Quantenphysik experimentell nachgebaut, das auf den Physik-Nobelpreisträger Werner Heisenberg zurückgeht. Grundlage für das erfolgreiche Experiment bildete eine Art "Quanten-Lego" aus winzigen Kohlenstoff-Molekülen, sogenannten Nanographenen. Diese synthetische "bottom-up" Methode ermöglicht vielseitige experimentelle Forschung an Quantentechnologien, die diesen einst zum Durchbruch verhelfen könnte.

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