Datenspeicherung frisst bald weniger Strom

Künstlerische Darstellung der neuen Datenspeicherung (Illustration: twin-cities.umn.edu)

Rechenzentren, Smartphones und Laptops brauchen künftig deutlich weniger Strom, wenn sich eine Innovation von Forschern der University of Minnesota durchsetzt. Sie haben eine Legierung aus Wolfram und Nickel (Ni4W) entwickelt, die erheblich weniger Energie benötigt, um Bits einzuschreiben und auszulesen als mit bisherigen Speichermaterialien. Die Bits werden gespeichert, indem winzige Regionen des Speichermaterials mit einem Spin versehen wird, einer gerichteten Magnetisierung. Beim Löschen wird die Richtung umgekehrt. Diese Prozesse benötigen in dem neuen Material weniger Energie.

Präzise Motif-Roboterhand greift sicher und nimmt Wärme wahr

Sensoren verteilen sich auf Handfläche (rechts) und Handrücken (Bild: Zhou et al/arXiv)

Kaum weniger geschickt und empfindlich als eine menschliche ist die neue Motif-Hand, die Forscher an der University of Southern California (USC) entwickelt haben. Das Kürzel steht für "Multimodal Observation with Thermal, Inertial, and Force sensors" (Multimodale Beobachtung mit Wärme-, Trägheits- und Kraftsensoren) und passt genau. Es gibt wohl keine Roboterhand, die mit annähernd so vielen unterschiedlichen taktilen Sensoren ausgestattet ist.

KI-Chatbot "o1" hat metalinguistische Skills

User: KI-Chatbots holen immer mehr auf (Foto: pixabay.com, Gerd Altmann)

KI-Chatbots können Sätze wie ein ausgebildeter Linguist analysieren, zeigt eine Studie der UC Berkeley. Sie liefert Einblicke in die Entwicklung von KI-Modellen und stellt zudem die Vorstellung infrage, dass nur Menschen über die Fähigkeit verfügen, über Sprache nachzudenken. Der von von OpenAI entwickelte Bot "o1" habe sich dabei laut "IEEE Transactions on Artificial Intelligence" als eindeutig überlegen erwiesen.

Exotische Legierung für den Chip der Zukunft

Im Labor: Neue Hightech-Chips wachsen auf herkömmlichen Wafern (Foto: fz-juelich.de)

Experten des Forschungszentrums Jülich (FZJ) und des Leibniz-Instituts für innovative Mikroelektronik (IHP) sehen in der vierelementigen Legierung CSiGeSn das Chip-Material der Zukunft. Damit sollen sich Eigenschaften so feinjustieren lassen, dass Bauelemente möglich werden, die mit reinem Silizium nicht realisierbar wären. Sie könnten zur Schnittstelle von Elektronik, Photonik und Quantentechnologie werden. Das Material besteht aus Kohlenstoff, Silizium, Germanium und Zinn.

Elektronische Zunge auf KI-Basis ersetzt menschliche Tester

Gewürze: Künstliche Zunge unterscheidet zwischen Gewürzen (Foto: Steve Buissinne, pixabay.com)

Wissenschaftler unter der Leitung von Yuchun Zhang vom National Center for Nanoscience and Technology haben eine neue elektronische Zunge auf KI-Basis entwickelt. Sie könnte das subjektive Urteil von Menschen, die sich die Kreationen auf der Zunge zergehen lassen, überflüssig machen. Der Sensor besteht aus mehreren Schichten Graphenoxid.

Leberkrebs: KI sagt Behandlungserfolg voraus

Gemini-GPT: KI verbessert Behandlungschancen (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)

Forscher der Chinese Academy of Sciences haben erstmals systematisch untersucht, wie Large Language Models (LLMs) helfen können, Reaktionen auf die Behandlung von Leberkrebs vorherzusagen. Ihre kürzlich im "Journal of Medical Systems" veröffentlichten Forschungsergebnisse eröffnen neue Möglichkeiten einer KI-gestützten Präzisionsmedizin. Laut Forschungsleiter Hai kann die die KI den Ärzten dabei helfen, bessere Entscheidungen zu treffen und ermöglicht zudem eine stärker personalisierte Behandlung.

Weicher Roboter krabbelt dank Elektrohydraulik

Öl: Es bringt einen weichen Roboter zum Krabbeln (Foto: Domenico Marcozzi, pixabay.com)

Krabbeln und Schwimmen sind kein Problem für einen neuartigen weichen Roboter, der flexibel für Erkundungen eingesetzt werden kann. Wissenschaftler des Staatlichen Labors für mechanische Systeme und Schwingungen der Fakultät für Maschinenbau an der Shanghai Jiao Tong University haben ihn mit einem einzigartigen Antrieb ausgestattet: einer Elektrohydraulik, die Flossen antreibt.

CSEM bringt KI-basierte Überwachung und Schutz der Privatsphäre unter einen Hut

Die Rekonstruktion unter Verwendung eines adversarialen Netzwerks zeigt im Vergleich zum Basisnetzwerk beeindruckende Ergebnisse hinsichtlich der Wahrung der Privatsphäre (Bild: CSEM)

Gesichtserkennung und KI-Überwachung breiten sich rasant aus, von Flughäfen über Spitäler bis hin zu Smart Citys und persönlichen Geräten. Während diese Hilfsmittel mehr Sicherheit und Effizienz versprechen, führen sie auch zu grossen Bedenken in Bezug auf Datenschutz, Zustimmung und algorithmischen Bias. CSEM-Forschende haben nun eine leistungsstarke neue KI-Trainingsmethode entwickelt, die eine Überwachung der Bevölkerung (z.B. in öffentlichen Räumen oder Spitälern) ermöglicht und gleichzeitig die persönliche Privatsphäre schützt und einem Bias vorbeugt.

Virtuelles Waldbaden hilft beim Stressabbau

  Virtuelles Waldbaden kann das emotionale Wohlbefinden verbessern.  © MPI für Bildungsforschung

Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat in einer aktuellen Pilotstudie nachgewiesen: Virtuelles Waldbaden kann das emotionale Wohlbefinden verbessern – besonders dann, wenn die virtuelle Naturumgebung mehrere Sinne wie Hören, Sehen und Riechen gleichzeitig anspricht. Die Ergebnisse wurden nun im "Journal of Environmental Psychology" veröffentlicht.

Berlin: Reinigungsroboter im Spreebogenpark

Das Forschungsprojekt ROKIT untersucht die Gestaltung und den Einsatz von mobilen Robotern im öffentlichen Raum (Bild: Barbara Halstenberg)

Eine orange Blinklampe, ein leises Sauggeräusch – langsam fährt eine kompakte weisse Box über die Grasanlage mitten im Spreebogenpark. Zwischen Berliner Hauptbahnhof und Kanzleramt zieht ein ungewöhnlicher Helfer die Blicke auf sich: Ein autonomer Reinigungsroboter der Berliner Stadtreinigung (BSR), der Zigarettenstummel, Kronkorken und anderen Kleinstmüll von der Wiese saugt.

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