Pandemie treibt Cyber-Kriminalität an

Cybercrime erhält durch Pandemie Auftrieb (Symbolbild: Fotolia)

Auch die Cyber-Kriminalität erhält durch die Corona-Pandemie einen deutlichen Auftrieb. Wie Europol im neuesten Bericht zu Trends bei Internet-Kriminalität festhält, habe sich in der Pandemie die Digitalisierung beschleunigt, was nun Angreifer ausnützen würden. Hacker-Banden nutzten demnach aus, dass Menschen mehr zu Hause arbeiteten und richteten gezielte Attacken auf Firmen-Netzwerke, um hohe Lösegelder zu fordern.

Cyber-Attacke auf Gemeindefahrzeugsparte der Industriegruppe Bucher

Symbolbild: kommunales Einsatzfahrzeug von Bucher (Bild: Bucher)

Cyberangreifer haben die IT-Infrastruktur der Gemeindefahrzeugsparte der Industriegruppe Bucher attackiert. Wie Bucher bekannt gegeben hat, hätten die Überwachungssysteme des Konzerns einen Angriff durch Schadsoftware festgestellt. Als Vorkehrung seien umgehend Sicherheitsmassnahmen eingeleitet worden und Bucher Municipal habe ihre IT-Infrastruktur gesichert heruntergefahren, so Bucher weiters. Als Folge sei auch die Produktion der Division vorsorglich gestoppt worden.

Millionen Kundendatensätze bei Hackangriff auf Robinhood erbeutet

Symbolbild: Fotolia

Bei einem Hackangriff auf den Aktien- und Kryptoanlagen-Broker Robinhood haben unautorisierte Eindringlinge in der vergangenen Woche offenbar Zugriff auf persönliche Daten von zahlreichen Nutzern und Nutzerinnen erlangt und Lösegeld verlangt. Wie Robinhood via Firmenblog bekannt gegeben hat, sind bei diesem Angriff nach bisherigen Erkenntnissen E-Mail-Adressen von rund fünf Millionen Kunden und volle Namen von weiteren etwa zwei Millionen erbeutet worden.

Grossangelegter internationaler Schlag gegen Cyberkriminelle

Symbolbild: Pixabay/Kalhh

Internationalen Ermittlern ist ein Schlag gegen Hacker gelungen, die für Tausende Attacken auf Organisationen und Unternehmen verantwortlich sein sollen. Das US-Justizministerium teilte in Washington mit, in Polen sei ein Ukrainer gefasst worden, der im Verdacht stehe, unter anderem hinter der grossen Cyberattacke auf den amerikanischen IT-Dienstleister Kaseya zu stecken.

US-Auslandsgeheimdienst NSA auf der Jagd nach Ransomware-Syndikaten

Ransomware: NSA jagd Syndikate (Bild:iStock)

Mindestens zwei der spektakulären Überfälle mit Verschlüsselungssoftware im Frühsommer werden von den USA offenbar nicht mehr als kriminelle, sondern als staatliche Angriffe eingestuft. Am Donnerstag hatte das US-Aussenministerium eine Belohnung von zehn Millionen Dollar auf die Saboteure der Colonial Pipeline ausgesetzt.

Israelische LGTBQ-Dating-Seite im Visier von iranischen Hackern

Symbolbild: LGTBQ-Fahne (Bild:Public Domain)

Die iranische Hackergruppe "Black Shadow" hat laut Medienberichten mit der Veröffentlichung von Daten der israelischen LGBTQ-Dating-Seite Atraf gedroht – wenn die Betreiber nicht eine Million Dollar zahlen. Man arbeite bereits daran, das Service wieder anzubieten, allerdings nur mit umfassender Absicherung – inklusive des Zurücksetzens der Passwörter aller Nutzer.

Ermittler rollen Bande von internationalen Cyberkriminellen auf

Cybercrime: Ermittler rollen weltweit operierende Bande auf (Bild: Pixabay/ Kalhh)

Internationale Ermittler haben eine weltweit operierende Bande Cyberkrimineller aufgerollt. Zwölf Schlüsselfiguren seien identifiziert worden, teilten Europol und die Justizbehörde Eurojust in Den Haag mit. Die Verdächtigen sollen für verheerende Cyber-Attacken auf grosse Unternehmen und wichtige Infrastrukturen verantwortlich sein. Rund 1.800 Opfer in 71 Ländern sollen betroffen gewesen sein, wie die europäischen Behörden mitteilten.

Cyberattacke legte IT-Infrastruktur iranischer Tankstellen lahm

Symbolbild:iStock.com

Ein Cyberangriff auf das Zahlungssystem iranischer Tankstellen hatte für lange Schlangen und Chaos in der Hauptstadt Teheran und anderen Städten gesorgt. Iraner konnten an vielen Tankstellen nur ohne ihre Karte für subventioniertes Benzin tanken, der Kraftstoff war dann aber doppelt so teuer. Der Iran sprach zunächst von einem "technischen Defekt", bestätigte jedoch später eine Cyberattacke. Er machte seine politischen Erzfeinde Israel und USA dafür verantwortlich.

Cyber-Angriff auf die MCH-Group

Logobild: MCH Group

Hacker haben die in Basel domizilierte Messeveranstalterin MCH Group angegriffen. Die Cyber-Attacke sei laut Aussendung der MCH Group unter Einsatz von Schadsoftware erfolgt. Die ICT-Abteilung des Unternehmens habe gemeinsam mit externen Experten und den Bundesbehörden unverzüglich Massnahmen zur grösstmöglichen Schadensbegrenzung ergriffen, wird in der Mitteilung betont.

US-Finanzministerium veröffentlicht Bericht über Lösegeldzahlungen nach Ransomware-Cyberattacken

Ransomware: US-Finanzministerium veröffentlicht Bericht über Lösegeldzahlungen (Symbolbild:Shutterstock/Aslysun)

In den USA sind für das erste Halbjahr 2021 Lösegeldzahlungen nach Ransomware-Cyberattacken in Höhe von 590 Millionen Dollar gemeldet worden. Laut einem veröffentlichten Bericht des US-Finanzministeriums sind das 42 Prozent mehr, als für das gesamte Jahr 2020 an verdächtigen Zahlungen gemeldet wurden.

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