Auch Microsoft verwehrt US-Polizei Zugriff auf Gesichtserkennungsoftware

Biometrische Gesichtserkennung (Symbolbild: Biometry)

Microsoft folgt dem Beispiel von Amazon und kündigt an, der Polizei vorerst keinen Zugang zu seiner Gesichtserkennungssoftware zu gewähren. Der Rechtsanwalt und Microsoft-President Brad Smith gab bekannt, dass Microsoft die Technologie bislang nicht an die Polizei verkauft habe. Und dies werde sich solange nicht ändern, bis ein auf "Menschenrechten" basierendes Gesetz den Umgang mit solcher Software regle. Hintergrund seien die Sorgen vor einer möglichen Diskriminierung von Schwarzen und anderen Minderheiten.

Amazon legt Kooperation mit Polizei bei Gesichtserkennung auf Eis

Gesichtserkennung: Symbolbild von Geralt auf Pixabay

Der US-amerikanische Online-Versandhandelsriese und Cloud-Anbieter Amazon will der Polizei seine Gesichtserkennungssoftware für ein Jahr nicht mehr zur Verfügung stellen. Das Unternehmen mit Zentrale in Seattle habe sich gemäss Mitteilung bei der US-Regierung für eine stärkere Regulierung eingesetzt, die sich an der ethischen Nutzung dieser Technologie orientiere.

Racial Profiling: IBM stoppt Gesichtserkennung

Bild: IBM

Der IT-Riese IBM mit Zentrale in Armonk bietet ab sofort keine Gesichterkennungs-Software mehr an. Dem US-Konzern zufolge besteht bei dieser Technologie die Gefahr der Massenüberwachung und des Racial Profilings. Angesichts der US-weiten Proteste gegen Polizeibrutalität im Zuge des gewaltsamen Todes von George Floyd will IBM nicht mehr an Gesichtserkennung arbeiten, um die Verletzung der Menschenrechte zu bekämpfen.

Neue Generation der Gesichtserkennung für Mobilgeräte

Trinamix, Spezialist für 3D-Bildgebung und Infrarotsensor-Technologie und hundertprozentige Tochtergesellschaft der BASF, kündigt eine neue Generation der Gesichtserkennung für Mobilgeräte mit der Snapdragon-Technologie von Qualcomm an und nimmt dazu an dessen Software Accelerator Program teil. Die patentierte Technologie der Hauterkennung aus Deutschland soll als neuer Standard bei der Gesichtserkennung auf Mobilgeräten etabliert werden.

Biometrische Daten: Österreich im Mittelfeld

Symbolbild: Rawpixel

Biometrische Techniken sind stark im Vormarsch. Vom Passfoto beim Grenzübertritt bis zum Netbanking per Fingerabdruck reichen die Einsatzmöglichkeiten, mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Im Rahmen einer Studie hat das Tech-Portal Comparitech hat nun in 50 Ländern analysiert, welche biometrischen Daten erhoben, wofür diese verwendet und wie sie gespeichert werden. Dass China jenes Land ist, das diese Möglichkeiten am extensivsten nutzt, überrascht dabei wenig. Österreich liegt im Mittelfeld.

Hacker nehmen biometrische Daten ins Visier

Symbolbild: Pixabay

Cyber-Kriminelle haben im dritten Quartal 2019 gut jeden dritten Computer, der biometrische Daten verarbeitet, attackiert, wie der neue Report des IT-Security-Anbieters Kaspersky zeigt. Es handelte sich demnach vor allem um generische Malware wie Remote-Access-Trojaner (RATs) (5,4 Prozent), bei Phishing-Angriffen verwendete Malware (5,1 Prozent), Ransomware (1,9 Prozent) sowie Banking-Trojaner (1,5 Prozent).

Gesichtserkennung versagt bei Transgender

Scan: Frauen werden am besten erkannt (Foto: colorado.edu, M. Klaus Scheuerman)

Mit Transgender-Personen, deren Geschlechtsidentität und äusserliche Merkmale sich oft nicht eindeutig als männlich oder weiblich charakterisieren lassen, haben die Gesichtserkennungs-Programme gravierende Probleme. Solche Menschen werden im Schnitt in mehr als einem Drittel der Fälle nicht korrekt erkannt, wie eine Studie von Forschern der University of Colorado Boulder aufzeigt. Schuld sind "veraltete Stereotype", wie deren Autoren kritisieren.

Fujitsu lanciert neue biometrische Sicherheitslösungen

'Triple 1 Reader' von Fujitsu (Bild: zVg)

Fujitsu hat erweiterte biometrischen Sicherheitslösungen angekündigt, die auf der Palmsecure-Technologie aufsetzen und auf Alltagsanwendungen abzielen. Sie sollen sowohl den Zugriff auf Client Computing Geräte als auch den Zutritt zu Gebäuden oder Rechenzentren sowie zahlreichen weiterem Anwendungen einfach über ein Application Programming Interface (API) regeln. Anwender könnten damit von einer sehr breiten Palette von passwortfreien biometrischen Authentifizierungsanwendungen profitieren, verspricht der Elektronikriese.

Verbot von Gesichtserkennungstechnologien in San Francisco

Symbolbild: Fotolia/ DKoomposing

Die Stadt der Golden Gate Bridge, San Francisco, hat als erste Stadt der Vereinigten Staaten den Einsatz von Gesichtserkennungstechnologien durch Behörden verboten. Die Gefahr, dass der Einsatz solcher Technologien die Bürgerrechte verletzen könne, überwiege die behaupteten Vorteile bei Weitem, entschieden nun die Stadtväter der kalifornischen Metropole.

Eine Gesichtshälfte reicht zur automatischen Erkennung

Gesichtshälfte: Sie reicht zur klaren Identifizierung (Foto: pixabay.com/422694)

Mit einer neuen Technik funktioniert die computergestützte Erkennung von Gesichtern auch dann, wenn diese halb verdeckt sind. Das Verfahren haben Forscher um Professor Hassan Ugail an der britischen University of Bradford entwickelt. Es ist das erste Mal, dass ein selbstlernendes System in der Lage ist, Gesichter zu identifizieren, wenn nur Teile davon zu sehen sind.

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