Die Genfer Cybersecurity- und IoT-Spezialistin Wisekey will eine rechtliche Fusion nutzen, um ihre geplante Sitzverlegung von der Schweiz auf die Britischen Jungferninseln (BVI) umzusetzen. Das Unternehmen hat dazu eine offizielle Fusionsvereinbarung mit seiner eigenen, hundertprozentigen Tochtergesellschaft Wisekey International Corp. (Wisekey BVI) unterzeichnet. Bei dieser grenzüberschreitenden Transaktion fusioniert die Schweizer Holding mit der BVI-Gesellschaft, wobei die Tochtergesellschaft als übernehmende börsennotierte Muttergesellschaft bestehen bleibt.
Im Zuge der Fusion werden laut den Angaben alle bestehenden Aktienklassen und die US-Hinterlegungsscheine (ADS) nach festgelegten Umtauschverhältnissen in Aktien der neuen Wisekey BVI getauscht. Nach Abschluss der Umstrukturierung soll die neue Wisekey BVI sowohl an der US-Technologiebörse Nasdaq als auch an der SIX Swiss Exchange direkt gelistet sein.
Der Wechsel in die neue Rechtsordnung soll dem Unternehmen eine flexiblere Struktur bieten, strategische Übernahmen vereinfachen und den direkten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten, insbesondere in den USA, erleichtern, heisst es. Die operativen Aktivitäten sowie der steuerliche Hauptsitz des Unternehmens verbleiben trotz der juristischen Sitzverlegung in Genf.
Die Fusionspläne müssen im Laufe des dritten Quartals 2026 noch von den Aktionären auf einer ausserordentlichen Generalversammlung genehmigungstechnisch abgesegnet werden. Zudem stehen noch diverse Genehmigungen von Finanz- und Börsenaufsichten aus.
