Wie die Schweizer mit ihrem Smartphone-Akku umgehen

Symbolbild: Fotolia/Dmitriy Naboka

Von den Schweizer Smartphone-Anwendern verlassen 58 Prozent das Haus nur, wenn ihr Akku zu über 76 Prozent geladen ist. Für 80 Prozent der Schweizer muss der Akku mindestens zur Hälte geladen sein, bevor sie überhaupt in den Tag starten. Die Hälfte der Befragten gibt an, dass sie ihrem Handy durchschnittlich 10-24h Power zutrauen und 15 Prozent erwarten nicht mehr als zehn Stunden. Dies geht aus einer europaweiten Studie über das Akkuverhalten von Smartphone-Nutzern hervor, die Huawei durchgeführt hat. Im Rahmen der Untersuchung, für die mehr als 1000 Personen befragt wurden, wurde auch das Verhalten der Schweizer in Bezug auf ihren Akku erkundet.

Sollte der Akku auf unter fünf Prozent sinken, reagieren Schweizer wie folgt: Platz 1 (57 Prozent): Sofort Stromspar-Modus aktivieren Platz 2 (43 Prozent): Wifi und Bluetooth deaktivieren Platz 3 (33 Prozent): Freund/in oder Kollegen anrufen und mitteilen, dass der Akku bald leer ist Platz 4 (31 Prozent): Handy ausschalten Platz 5 (27 Prozent): Freund/in oder Kollegen eine WhatsApp-Nachricht senden

Die Top 5 der Schweizer sind ebenfalls die meistgenannten Aktivitäten aller befragten Europäer. Auf die Frage, was für sie die gravierendsten Missstände in Bezug auf Smartphone-Akkus sind, wurden folgende Punkte am häufigsten genannt: - Der Akku entleert sich zu rasch (63 Prozent) - Fast keinen Akku mehr haben (40 Prozent) - Akku hält nicht einmal einen ganzen Tag (40 Prozent)

30 Prozent der Europäer stören sich zudem an überhitzten Batterien, in der Schweiz sind dies 22 Prozent. Das Schlimmste für Schweizer ist, dass sie ohne Akku in Notfällen niemanden anrufen könnten (60 Prozent) und es schmerzt, möglicherweise einen Anruf einer geliebten Person zu verpassen (15 Prozent). Möglichen Gossip zu verpassen, stört nur 0.8 Prozent der Befragten. Dann eher noch, dass sie im Lift mit Menschen reden müssten, wenn sie nicht in ihr Smartphone starren können (1.9 Prozent). Nur 5.5 Prozent verlassen sich immer nur auf Google Maps, und wären ohne Batterie deswegen völlig aufgeschmissen.

Europäer sind dann doch lieber ohne Akku, anstatt etwas dagegen zu unternehmen. Am ehesten fragen sie jemanden, ob sie ihr Telefon ausleihen können (27 PRozent) oder kaufen sich eine neues Ladegerät, auch wenn schon zahlreiche davon zuhause liegen (18 Prozent). Nicht in Frage kommt, einen Fremden zu umarmen (5 Prozent) oder gar 20 Franken zu bezahlen (5 Prozent). Am spendierfreudigsten sind die Italiener: 15 Prozent würden jemandem als Gegengeschäft für ein ausgeliehenes Ladegerät einen Kaffee bezahlen, in der Schweiz wären nur 7 Prozent dazu bereit. Hier belegen wir im europäischen Vergleich den letzten Platz.

Fünfmal am Tag wird aufgeladen

Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Schweizer geben an, dass sie ihr Smartphone fünfmal am Tag laden. Dies ist möglich, weil ein Drittel (31 Prozent) immer ein Ladegerät mit sich tragen und wenn nicht, entweder den Charger eines Freundes ausleihen (16 Prozent) oder eine mobile Power Bank verwenden (24 Prozent). Auf die Frage, wann am Tag am ehesten zum zweiten Mal aufgeladen wird, antworteten die Schweizer wie folgt: - (38 Prozent): Während sie fernsehen - (25 Prozent): Während der Arbeit, wenn sie ihr Handy gerade nicht brauchen - (23 Prozent): Während sie das Abendessen kochen

Ein Drittel der Schweizer (30 Prozent) wünschen sich einen Akku, der mehr als 48 Stunden hält und für knapp 44 Prozent müsste er zwischen 24 Stunden und 48 Stunden reichen.

Diese repräsentative Studie wurde von Lightspeed Research erstellt. Es wurden 1003 Personen in der Schweiz im Alter zwischen 18 und 55 Jahren befragt.