In der Schweiz bleiben Kreditkarten weiterhin beliebt (52 Prozent), aber ihre Nutzung geht zurück, während mobile Zahlungen einen Boom erleben (19 Prozent) und sich der Bargeldnutzung annähern (20 Prozent), wie eine aktuelle Umfrage des Vergleichsportals Bonus.ch belegt.
Bonus.ch führte wieder seine jährliche Umfrage unter Kreditkartennutzern durch. Mehr als 2'000 Personen nahmen an der Umfrage teil und äusserten ihre Meinung über ihren Kreditkartenanbieter. Die erhaltenen Antworten wurden in Noten von 1 bis 6 umgewandelt, wobei 6 die beste Note ist.
Gemäss der Umfrage entwickeln sich die Zahlungsgewohnheiten der Schweizer Bevölkerung im neuen Jahr weiter. Zwar sind physische Kreditkarten (52 Prozent) nach wie vor das bevorzugte Zahlungsmittel in der Schweiz für Einkäufe in Geschäften, doch ist ihre Nutzung in den letzten Jahren zurückgegangen (58 Prozent in 2022). Im Gegensatz dazu boomt das Bezahlen per Mobiltelefon und steigt von 8 Prozent in 2022 auf 19 Prozent in 2025 und nähert sich damit dem Bargeld (20 Prozent) an. Dieser Trend verdeutlicht laut Bonus.ch einen tiefgreifenden Wandel im Kaufverhalten, bei dem Praktikabilität und Schnelligkeit zu den neuen Schlüsselkriterien werden.
Mobile Zahlungen erfreuen sich in der italienischen Schweiz der grössten Popularität: Fast 30 Prozent der Einwohner:innen bevorzugen mittlerweile ihr Smartphone, um ihre Einkäufe im Geschäft zu bezahlen, gegenüber 23 Prozent im Vorjahr. Die Verwendung von Bargeld nimmt weiter ab, von 17 Prozent in 2025 auf 14 Prozent in diesem Jahr.
Die Deutschschweizer:innen hingegen bleiben dem Bargeld am treuesten, aber der Abstand zum Bezahlen per Mobiltelefon hat sich im Vergleich zum Vorjahr stark verringert: 23 Prozent bezahlen bar (gegenüber 26 Prozent in 2025) und 17 Prozent nutzen ihr Smartphone (gegenüber 12 Prozent in 2025).
Auch in der Westschweiz ist der Aufschwung des mobilen Bezahlens bemerkenswert: Das Interesse an Zahlungen per Smartphone erreicht 2026 19 Prozent, gegenüber 17 Prozent in 2025 und 13 Prozent in 2024, und steht nun mit der Verwendung von Bargeld auf gleicher Stufe.
Bargeld ist bei Senior:innen nach wie vor stark verankert: Fast ein Viertel der über 60-Jährigen (24 Prozent) bevorzugt weiterhin Bargeld für ihre Einkäufe. Im Gegensatz dazu ist die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen mit nur 9 Prozent die Gruppe, die Bargeld am wenigsten nutzt. Konzentriert man sich ausschliesslich auf mobile Zahlungen und Kreditkartenzahlungen, so bevorzugen 42 Prozent der unter 50-Jährigen mittlerweile ihr Smartphone, um ihre Einkäufe zu bezahlen, gegenüber nur 21 Prozent der über 50-Jährigen.
Seit 2014 hat die Verwendung von Kreditkarten fast kontinuierlich zugenommen: Während weniger als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung (48 Prozent) sie mindestens einmal pro Woche nutzte, liegt dieser Anteil in 2026 nun bei 60 Prozent. Der Anteil der täglichen Verwendung stieg von 9 Prozent in 2014 auf 19 Prozent in 2026. Diese Entwicklung wurde durch die Coronavirus-Pandemie beschleunigt, die die Konsumgewohnheiten verändert und die Präferenz für kontaktloses Bezahlen verstärkt hat.
In der Schweiz verwenden Männer ihre Kreditkarte häufiger als Frauen: 20 Prozent gegenüber 16 Prozent bei den Frauen nutzen sie täglich, 42 Prozent gegenüber 41 Prozent mindestens einmal pro Woche. Was die Sprachregionen betrifft, so verwenden die italienischsprachigen Schweizer:innen zu 35 Prozent ihre Kreditkarte täglich, gegenüber 18 Prozent der Deutschschweizerinnen und nur 17 Prozent der Westschweizerinnen. Die einfache Handhabung ist heute der Hauptgrund für die Verwendung von Kreditkarten: 46 Prozent der Schweizer Bevölkerung heben die praktische Seite hervor, während 23 Prozent ihre Wahl damit begründen, dass sie nicht zu viel Bargeld mit sich führen möchten.
Die Kreditkartenanbieter erhalten 2026 eine Durchschnittsnote von 5.1 von 6 Punkten, was einer Bewertung "gut" entspricht und eine hohe globale Zufriedenheit bestätigt. Wobei sich die Cumulus-Karte (Migros) auch in diesem Jahr wieder als grosse Gewinnerin zeigt und wie schon in den vergangenen Jahren einen der ersten Plätze in den Zufriedenheitsumfragen von Bonus.ch belegt. Mit einer Zufriedenheitsnote von 5.5 erreicht sie den 1. Platz in der Gesamtwertung und wird mit der Note "sehr gut" ausgezeichnet. Die Kreditkarte der Migros Bank, die ebenfalls gewöhnlich ganz oben in der Rangliste steht, belegt mit einer Gesamtnote von 5.4 und der Bewertung "gut" allein den 2. Platz auf dem Podium. Die Bank Cler und die Coop Supercard vervollständigen das Podium 2026 mit einer Note von 5.3 und der Bewertung "gut".
Zum Rapport: https://www.bonus.ch/Pdf/2026/Kreditkarten.pdf
