An der nächsten Weltfunkkonferenz (WRC-15), die vom 2. bis 27. November in Genf stattfindet, steht vor allem die Frage, wie man mit der Entwicklung der mobilen Breitbandkommunikation Schritt halten und neue Frequenzen identifizieren kann, im Mittelpunkt. Das schweizerische Bundesamt für Kommunikation (Bakom) will dort die Interessen der Schweiz vertreten. Angeführt wird die Schweizer Delegation vom stellvertretenden Bakom-Direktor Philippe Horisberger.
Für die Schweiz stehe bei der WRC-15 die Identifikation neuer Frequenzbänder für die Entwicklung mobiler Breitbandsysteme im Zentrum, teilt das Bakom via Aussendung mit. Denn der Bedarf in diesem Bereich nehme exponentiell zu. Wichtig sei ausserdem, dass die Rettungsdienste bei Katastrophen oder schwerwiegenden Ereignissen über genügend Frequenzen verfügten. Ebenso müsse den Bedürfnissen der wissenschaftlichen Forschung und den Sicherheitsanforderungen im Luftverkehr Rechnung getragen werden.
Weltfunkkonferenzen werden alle drei bis vier Jahre durchgeführt. An diesen Konferenzen wird jeweils das Radioreglement – ein völkerrechtlicher Vertrag, in dem die Nutzung des Funkfrequenzspektrums und der Satelliten-Orbitalpositionen geregelt ist – überarbeitet. Dabei gilt es, den bestehenden Rahmen an den Spektrumsbedarf für die Weiterentwicklung bestehender oder die Einführung neuer Anwendungen anzupassen. Der Vertrag ist für die Mitglieder der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), zu denen auch die Schweiz gehört, verbindlich.
