Symbolbild: Pixabay

Das Projekt MSK (Mobiles Sicherheitskommunikationssystem) wird neu als Schlüsselprojekt der schweizerischen Bundesverwaltung geführt. Mit diesem soll im Jahr 2035 zur Ablösung des bisherigen Systems Polycom ein neues mobiles Sicherheits­kommunikations­system (MSK) eingeführt werden. Das MSK soll somit also zum krisen- und ausfallsicheren mobilen Kommunikationssystem für Behörden, Schutz- und Rettungsorganisationen von Bund und Kantonen sowie Betreibern kritischer Infrastrukturen mutieren.

Aufgrund der politischen und strategischen Relevanz und der Höhe des geschätzten Investitionsbedarfs werde das Projekt MSK als Schlüsselprojekt der Bundesverwaltung geführt, heisst es in einer Aussendung dazu.

Schlüsselprojekte sind Projekte oder Programme der Bundesverwaltung im Bereich der digitalen Transformation und der Informatik, die aufgrund ihrer Grösse, ihrer strategischen Bedeutung, ihrer Komplexität oder ihrer Risiken von besonderer Relevanz sind. Es handle sich dabei um Vorhaben, die eine verstärkte Lenkung, Koordination und Überwachung erforderten, so die Mitteilung. Die Eidgenössische Finanzkontrolle führe bei Schlüsselprojekten systematische Prüfungen durch. Die Festlegung als Schlüsselprojekt ändere nichts daran, dass die jeweils zuständigen Departemente und Verwaltungseinheiten verantwortlich bleiben.

Insgesamt sind aktuell 21 Vorhaben als Schlüsselprojekte der Bundesverwaltung definiert. Welche Projekte oder Programme als Schlüsselprojekte geführt werden, bestimmt der Bundeskanzler gemäss der Digitalisierungsverordnung nach Anhörung der Generalsekretärenkonferenz. Anzahlmässig machen die Schlüsselprojekte weniger als fünf Prozent des relevanten Projektportfolios der Bundesverwaltung aus (Projekte ab 400'000 Franken). Von der Grössenordnung her entspricht der Aufwand jedoch etwa der Hälfte des Aufwands des gesamten Projektportfolios im zivilen Bereich.