Symbolbild: flickr/robbert Noordzij, CC BY-SA 2.0

Vor Online-Shops, welche Ramschware verscherbeln und sich dabei als Schweizer Unternehmen ausgeben, warnt der Schweizer Konsumentenschutz. Obwohl diese Firmen die ".ch"-Endung aufwiesen, werde auf diesen Webseiten minderwertige Ware direkt aus China verkauft. Bei Problemen mit den verschickten Produkten reagierten die Betreiber dieser Shops nicht auf Zuschriften, lässt der Konsumentenschutz wissen, denn die Kontaktdaten seien häufig gefälscht, ganaus so wie auch Kundenbewertungen.

Zumeist blieben die teuren Rücksendungen nach China dann beim Zoll hängen. Der Kaufpreis werde nicht zurückerstattet. Der Konsumentenschutz spricht von "getarnten" Firmen, die laut der Mitteilung beispielsweise auf Tiktok und Instagram aktiv sind. Verkauft werden unter anderem Kleider, Möbel und Alltagsgegenstände.

Der Konsumentenschutz hat nun auf seiner Website eine Liste mit Seiten aufgeschaltet, welche gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstossen würden. Dies geschiehe etwa durch unvollständige oder falsche Angaben auf der Webseite oder durch falsche Rabatte.

Der Mitteilung zufolge hat der Konsumentenschutz bei siebzehn Betreibern solcher Internetseiten interveniert. Darauf passten neun Betreiber die Seite an oder nahmen sie vom Netz. Gegen die anderen acht hat der Konsumentenschutz Strafanzeige eingereicht. Sie hätten nicht auf die Interventionen der Organisation reagiert. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) müsse jetzt gegen illegale Anbieter vorgehen und sicherstellen, dass betrügerische Shops rasch vom Netz genommen würden. Der Konsumentenschutz bezeichnet das Phänomen als "Dropshipping".

In einer Stellungnahme des Seco heisst es, dass gemäss dem Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb der Bund intervenieren könne, wenn Kollektivinteressen betroffen seien. Betroffene Personen könnten sich beim Seco melden.