Verbot von Gesichtserkennungstechnologien in San Francisco

Symbolbild: Fotolia/ DKoomposing
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Die Stadt der Golden Gate Bridge, San Francisco, hat als erste Stadt der Vereinigten Staaten den Einsatz von Gesichtserkennungstechnologien durch Behörden verboten. Die Gefahr, dass der Einsatz solcher Technologien die Bürgerrechte verletzen könne, überwiege die behaupteten Vorteile bei Weitem, entschieden nun die Stadtväter der kalifornischen Metropole.

Nach Meinung des Stadtrates drohe der Einsatz von Gesichtserkennung rassistische Ungerechtigkeiten zu verschärfen und gefährde die Möglichkeit, "frei von ständiger Beobachtung durch die Regierung zu leben", heisst es in dem Beschluss. Die städtische Polizei und andere städtische Behörden dürfen gemäss der Entscheidung keinerlei Gesichtserkennungstechnologie erwerben, besitzen oder nutzen. Flughäfen oder andere von den Bundesbehörden betriebenen Einrichtungen sind von dem Verbot jedoch ausgenommen.

Kritiker solcher Techniken argumentieren damit, das Systeme zur Gesichtserkennung einen starken Eingriff in die Privatsphäre bedeuteten. Zudem drohe die Gefahr, dass Unschuldige fälschlich als Straftäter identifiziert werden könnten. Die US-Bürgerrechtsorganisation ACLU warnt, mit der Technologie könne die Öffentlichkeit wahllos und ohne konkreten Verdacht oder Anhaltspunkt flächendeckend überwacht werden. Befürworter der Technologie halten dem entgegen, Gesichtserkennung helfe der Polizei im Kampf gegen die Kriminalität und bringe mehr Sicherheit.