Die US-Regierung hat die strikte Blockade gegen das KI-Modell von Anthropic nach zwei Wochen teilweise aufgehoben. Auf Anweisung des US-Handelsministeriums unter Howard Lutnick darf das leistungsstarke Modell "Claude Mythos 5" wieder an ausgewählte, vertrauenswürdige Partner im Inland weitergegeben werden. Die Freigabe betrifft ohne gesonderte Exportlizenz vor allem Cybersicherheitsfirmen, da die KI nach Kooperationen zur Risikominderung wieder als sicher eingestuft wurde.
Zur Erinnerung: Mitte Juni 2026 ordnete die Trump-Administration überraschend eine weitreichende Sperre für das Spitzenmodell von Anthropic an. Das Unternehmen musste daraufhin den Zugang für alle ausländischen Nutzer komplett blockieren. Davor gab es einen monatelangen Streit mit der Regierung. Anthropic weigerte sich, dem Druck der Regierung nachzugeben. Die Firma pochte darauf, dass ihre Modelle nicht in autonomen Waffensystemen oder zur Massenüberwachung eingesetzt werden dürfen. Das Pentagon stufte Anthropic daraufhin zeitweise als "Lieferketten-Risiko“ ein. Die Einmischung der Regierung und der Entzug von Militäraufträgen belasteten das Unternehmen schwer. Der Konflikt eskalierte kurz vor dem für die zweite Jahreshälfte 2026 geplanten Börsengang.
Ausschlaggebend für das Einlenken der US-Regierung waren letztlich die herausragenden Cybersicherheits-Fähigkeiten von "Mythos 5“ sowie geostrategische Interessen.
