Baute massiv Stellen ab: Oracle (Bildquelle: Oracle)

Die US-amerikanische SAP-Rivalin Oracle hat die Anzahl seiner Mitarbeitenden im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 21.000 Stellen verkleinert. Dies entspricht einem Abbau von 13 Prozent der gesamten Belegschaft. Die offiziellen Zahlen gehen aus dem am 22. Juni veröffentlichten Geschäftsbericht hervor. Zum Stichtag am 31. Mai 2026 beschäftigte Oracle demnach noch 141.000 Mitarbeitende, verglichen mit 162.000 im Jahr zuvor.

Hintergrund dazu ist der KI-Umbau des Konzerns. Oracle strukturiert sein Geschäft massiv um und nennt im Geschäftsbericht erstmals den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) als einen zentralen Grund für den Personalabbau. Interne Prozesse wurden demnach stark automatisiert, was zehntausende Stellen überflüssig machte. Betroffen sind unter anderem auch Bereiche wie die Finanzabteilungen.

Für Abfindungen und andere restrukturierungsbedingte Ausgaben gab Oracle dem Bericht zufolge im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,84 Milliarden US-Dollar aus, nach 374 Millionen Dollar im Jahr davor.

Neben dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz führt das Unternehmen im Bericht auch Führungswechsel, Produktumstellungen, strategische Neuausrichtungen und Zukäufe als Gründe für den Jobkahlschlag an. Der Personalabbau fand trotz kräftig steigender Gewinne und eines Rekordumsatzes von 67,4 Milliarden US-Dollar statt, da das Unternehmen Kapital für den milliardenschweren Ausbau von KI-Rechenzentren umschichtet.