Viele Firmen sind auf Quanten-Kriminalität unvorbereitet (Bild: ChatGPT/Dall-E)

Laut einer neuen Umfrage des Cyber-Sicherheitsspezialisten Horizon3.ai unter 300 Firmen im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) stufen nur 14 Prozent Quantencomputing-basierte Angriffe als ernste Bedrohung ein. 38 Prozent sehen darin immerhin ein moderates Bedrohungspotenzial. 40 Prozent halten diesen Aspekt für vernachlässigbar. Dementsprechend gering ist das Interesse an Schutz.

"Quantencomputing könnte sich zu einer der grössten Bedrohungen für die digitale Zivilisation entwickeln", warnt James Lee, Regional Director DACH bei Horizon3.ai. Das Verfahren "harvest now decrypt later" habe in der Cyber-Crime-Szene Hochkonjunktur.

Damit ist gemeint, dass Kriminelle heute schon in grossem Umfang Datenbestände erbeuten, die sie derzeit aufgrund der Verschlüsselung noch nicht verwenden können, aber davon ausgehen, dass sie die Verschlüsselung schon bald mittels Quantencomputing knacken.

Die Mehrheit (52 Prozent) der befragten Unternehmen hat bislang aber keinerlei Vorkehrungen getroffen, um ihre Datenbestände quantensicher zu verschlüsseln, heisst es. 44 Prozent wollen auch künftig daran nichts ändern - laut Lee eine riskante Wette auf vermeintliche Sicherheit.

28 Prozent planen teilweise den Umstieg auf quantensichere Verschlüsselungsverfahren oder haben sogar erste Schritte dahingehend eingeleitet. 22 Prozent haben einen festen Zeitplan zur Umstellung. Nur 14 Prozent haben sich bereits vollständig auf neue Risiken eingestellt.