Logobild: U-Blox

Das auf Halbleiterbausteine für Elektroniksysteme im Bereich der Positionierung und drahtlosen Kommunikation fokussierte Schweizer Unternehmen U-Blox hat 2024 wie erwartet deutlich weniger umgesetzt als im Jahr davor und einen hohen Verlust eingefahren. Konkret sank der Umsatz des in Thalwil domizilierten Anbieters letztes Jahr um gut die Hälfte auf noch 262,9 Millionen Franken. Im vierten Quartal betrugen die Einnahmen rund 64 Millionen Franken, womit die angegebene Guidance von 60 bis 70 Millionen erreicht wurde.

U-Blox führ die Umsatzrückgänge in den meisten Regionen und Märkten vor allem auf den Lagerabbau bei den Anwenderunternehmen zurück.

Der enorme Umsatzeinbruch führte auf Stufe Ebita zu einem Verlust von 112,2 Millionen Franken. Zum Vergleich: Im Jahr davor betrug dieser nur 3,4 Millionen Franken. Im nunmehrigen Verlusten enthalten sei auch eine Wertminderung von 31,0 Millionen im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus dem Cellular-Geschäft und Restrukturierungskosten in Höhe von 13 Millionen im Zusammenhang mit dem letztes Jahr durchgeführten Kostensenkungsprogramm. Auf bereinigter Basis lag der Verlust noch bei -59,6 Millionen Franken (VJ +69,7 Mio), was auf den geringeren operativen Leverage zurückgeführt wird und leicht unter den Schätzungen von Analysten lag. Unter dem Strich resultierte somit ein Reinverlust in Höhe von 88,9 Millionen Franken. Im Jahr davor machte das Minus 8,6 Millionen Franken aus.

Im Ausblick geben sich die Thalwiler einigermassen zuversichtlich. Die langfristigen Entwicklungsaussichten seien weiterhin positiv, gibt sich das Management überzeugt. Die Nachfrage und die Anforderungen an Halbleiterlösungen für automatisiertes und autonomes Fahren, Präzisionslandwirtschaft und Baumaschinen sowie mobile Robotik stiegen deutlich. Erwartet wird zudem, sich die Marktbedingungen im Laufe des Jahres allmählich verbessern.



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