Der eidgenössische Zahlungsdienstleister Twint will eine neue Lösung für die Bereiche Direct Debit und Rechnungsstellung auf den Markt bringen. Diese soll den Bedarf von Rechnungsstellern nach automatisierten Zahlungen angesichts der Einstellung des heutigen Lastschriftverfahrens LSV+ per Ende 2028 decken.
Die Bezahl-App Twint plant nun, diese Lücke mit einer digitalisierten und nutzerfreundlichen Alternative zu schliessen, die an die Anforderungen heutiger Anwender angepasst sei. Die neue Lösung soll daher eine mandatsbasierte Kontobelastung mit dem digitalen System von Twint verbinden, teilt der Zahlungsdienstleister via Aussendung mit. Damit entstehe eine "neue Generation des Lastschriftverfahrens". Das Produkt soll noch vor der Abschaltung der klassischen LSV-Varianten verfügbar sein, so Twint.
Die Ankündigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Twints angestammtem Geschäft der Echtzeit-Zahlungen neue Konkurrenz erwächst. Mit dem Launch der SIC Instant Payments durch die Schweizerische Nationalbank und die SIX steht klassischen Banken nämlich ab diesem Jahr eine Echtzeit-Zahlungslösung zur Verfügung, welche Twints bisherigen USP im Zahlungsverkehr infrage stellen könnte.
