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Die Kurzvideo-App Tiktok erhält vom US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump eine weitere Fristverlängerung für den Verkauf oder eine Beteiligung eins US-Konzerns am Betrieb des Dienstes in den Vereinigten Staaten. Die zum chinesischen Konzer Bytedance gehörende App soll trotz eines US-Gesetzes zu ihrem Aus zunächst für weitere 90 Tage im Land verfügbar bleiben, ordnete Trump an. Zuvor verstrichen bereits zwei von ihm gewährte Gnadenfristen ohne die versprochene Lösung.

Ursprünglich hätte Tiktok dem Gesetz zufolge eigentlich bis 19. Jänner von Bytedance verkauft werden müssen – oder in den USA vom Netz gehen. Doch Trump räumte zu seinem Amtsantritt im Jänner eine zusätzliche Frist von 75 Tagen ein. Schon damals stellte er eine weitere Fristverlängerung bei Bedarf in Aussicht – obwohl es dafür in dem Gesetz keine Grundlage gibt. Schon die ersten 75 Tage waren nicht vom Dokument gedeckt: Es sah lediglich einen Aufschub von 90 Tagen für den Fall gut laufender Verkaufsverhandlungen vor. Nach wie vor sind keine aussichtsreichen Gespräche bekannt.

Hinter dem Gesetz stehen Befürchtungen, dass die chinesische Regierung über Tiktok Amerikaner:innen ausspähen und die öffentliche Meinung manipulieren könnte, was allerdings von China und Bytedance stets kategorisch zurückgewiesen wird.